…schon der Block und das Hochhaus selber machten keinen guten Eindruck. Bis zu Letzt hofften wir, dass wir nicht richtig sind oder gleich noch ein Weg abbiegt und wir an einen schöneren Ort kommen würden. Aber als wir vor der Muranovskaya Street No. 5 Eingang 3 Standen und den Code eingeben mussten, da wussten wir, dass es nicht besser werden würde. Aber bevor ich viel sage: folgt einfach unserem Weg!

Hier der Block in dem unser Hostel war

Und das ist der Eingang zum ersten Hostel unserer Weltreise

Hier die Tür, an der alle Hoffnung schwand

Als wir die Tür endlich geöffnet hatten, dachten wir zuerst: Okay, lass uns einfach umdrehen! Bitte!

Warum? Schaut selber!

Dann kamen wir in den Flur und hatten das Glück, dass jemand durch das Treppenhaus lief und uns die Tür zum Museum-Hostel Red Star zeigte. Ein Schild gibt es nämlich nicht.

Vor der Tür fragen wir uns noch einmal, ob wir eventuell in einem Bordell gelandet waren (Red Star kann ja auch zwielichtig sein) drückten aber, angesichts der mangelnden Alternativen, die Klingel. Uns wurde von einem russischen Mädchen in knappen Shorts, beim Haare trocknen, (Tatjana) geöffnet, die uns gleich fragte ob wir Maria und Björn waren. Immer noch misstrauisch bejahten wir und Tatjana zeigte uns unsere Zimmer.

Das ganze Hostel ist eher eine WG als ein Hotel. Es ist eigentlich nur eine Wohnung. In dem einen Zimmer schlafen der Besitzer und die Angestellten (z.B. Tatjana) in den anderen beiden Zimmern schlafen je 8 bzw. 4 Gäste. Dazu gibt es noch eine Dusche und eine Toilette (was für eine Quote). Letztlich muss man sagen, dass das Red Star eine sehr nette angenehme Atmosphäre hat und wirklich wie eine WG ist. Die Gäste waren fast alles Russen, entweder auf der Durchreise oder um in Moskau eine Ausbildung zu machen oder sonst wie ihr Glück zu finden. Einzig ein Chinese am Ende seiner Europa-Reise war für eine Nacht untergebracht und ein Amerikaner, der Tatjana heiraten will (sie weiß noch nichts davon), ist seit 6 Monaten mehr oder weniger legal im Red Star und arbeitet einen Tag die Woche in Moskau.

Insgesamt ist das Hostel ziemlich interessant, vor allem wegen der familiären Atmosphäre, nur leider ist es gut 45 Minuten vom Zentrum entfernt. Deshalb haben wir hier nur 3 Nächte verbracht und sind jetzt in die Innenstadt umgezogen.

 

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6 Responses to “Das Museum-Hostel Red Star”

  1. Prof. Dr. Dr. med. hab. phil. Röder sagt:

    Sehr geehrte Reisende,

    Ihre bereits gemachten Reiseerfahrungen habe ich mit großer Begeisterung gelesen..erinnern sie mich doch an meine in den 70er Jahren ebenfalls duchgeführte Weltreise. Ich war nun in der Annahme, dass sich in der Zwischenzeit die Unterbringungsverhältnisse etwas gebessert hätten. Schaue ich mir allerdings ihre freundlicherweise ins Netz gestellten Fotos an, so muss ich feststellen, dass dies vor über 30 Jahren ebenso ausgesehen hat. Aus meiner Erfahrung heraus gebe ich Ihnen den Tipp, die Nahrung vor dem Verzehr sehr gut zu untersuchen, da sich die hygienischen Bedingungen durchaus von den hier in Deutschland herrschenden Standards unterscheiden. Gerne biete ich Ihnen an, eventuell auftretende Krankheitsymptome hier darzustellen, um eine Ferndiagnose zu ermöglichen. Für Ihre weitere Reise wünsche ich Ihnen viel Erfolg und werde mich, sobald es meine Zeit erlaubt, auf dieser Seite weiter über Ihre Erlebnisse informieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr. Dr. med. hab. phil. Dietmar Röder

  2. monika sagt:

    Wie Nadia schrieb, brauchtet ihr schon viel Mut, diese Reise anzutreten. Jetzt wisst ihr, dass ihr euch auf das Beste – wie auch auf das Schlechteste- gefasst machen müsst und seid für jede Situation gewappnet. Gegenüber dieser „kuscheligen Behausung“ ist sicher auch die billigste Studenten WG noch ein kleiner Palast, oder? Aber ihr wolltet es ja abenteuerlich, und wenn alles ist, wie zuhause, dann kann man auch gleich zuhause bleiben, logisch!
    Jetzt kann es nur noch besser werden – ein Trost!
    Liebe Grüsse von Mama

  3. Nadja L. sagt:

    Hallo Ihr beiden,
    seid Ihr denn überhaupt zum Duschen gekommen – oder musstet Ihr gar Nümmerchen ziehen? 😉
    Liebe Grüße
    Nadja

  4. Nadia sagt:

    Un mélange interessant de „rénovation colorée“ au sein d’un immeuble lugubre…
    A mon avis tu aurais eu encore plus d’émotions (pour pas cher du tout) en passant 3 nuits ds un hotel miteux ds les bas-fonds de Salé…Et je suis sur que là aussi tu aurais eu de quoi écrire…(y compris sur les habitants de l’hotel lol)…
    Franchement je vous encourage à poursuivre vos aventures (mais sans prendre de risques inutiles, il ne faut pas chercher à nous impressionner en vous photographiant en train de jouer à la roulette russe). Le seul fait d’avoir entamé ce tour du monde est déjà en soi une grande preuve de courage. Essayer au maximum d’échanger des contacts avec les gens du pays, à travers lesquels on apprend souvent bien plus que ds les guides touristiques….
    Pour les photos sans devoir les stoquer sur usb il y a des sites de partage sur Internet où tu peux les télécharger, en plus tout le monde pourrait les voir.
    Peut etre que vous pourriez vous renseigner ds un labo photo ou un cyber café pour le telechargement des photos à partir de l’appareil? L’avantage serait que vos photos seraient toujours sécurisées, meme si vous perdez la clé usb ou l’appareil photo.
    En plus vous pourriez télécharger bcp de photos et visibles pour tous. Je ne pense pas que ce soit un service qui coute tres cher….
    Grosses bises et bon courage
    Bon rétablissement, prenez soin de vous

  5. Uli sagt:

    Ich finde das hört sich alles super an!!
    Wie ist das russische essen? Wer ist wie oft aus dem Bett gefallen? wer führt die ewige „Durak-Rangliste“ an und wann kommen die Fotos von Tatjana?;)

    Grüß

  6. Gisa sagt:

    Hi Ihr Beiden,
    ganz schön abenteuerlich!
    Auf so einem Bett würde ich vor lauter Stress herunter fallen zu können, kein auge zumachen 😉
    Alles Gute Liebe Grüße
    Gisa

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