Was haben wir fuer ein Glueck. 2 Monate Lang wurde das beruehmte Bolschoi-Theater renoviert . Am 14.09.2010,  zwei Tage vor unserer Abreise aus Moskau wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Diese Moeglichkeit wollten wir uns nicht entgehen lassen und bestellten zwei der letzten Karten im Internet fuer je 3000 Rubel (75 Euro) Wir waren nicht mal sicher, ob wir mit unserem Outdoor-Look reingelassen werden wuerden.

Es war unser letzter Abend in Moskau und ich musste noch mal eben ein Paket zur Post bringen. „Mal Eben“ gibt es nur leider nicht in Moskau und ich war erst um 18.15 Uhr wieder im Hostel. Die Vorstellung begann um 19.00 Uhr.

Maria war erkaeltet und hatte schon angefangen sich in Ruhe fertig zu machen. Also musste nur noch ich mich schnell vorbereiten. Dann zur U-Bahn. Mist, Geld vergessen, schnell was abheben. Verdammt Kreditkarte geht nicht. Was bitte soll „not valid“ heissen? Zum Hostel. Autsch nur noch 70 Rubel. Reicht gerade fuer die Metro. Zurueck zur Station: 18.50 Uhr. Wir werden zu spaet sein. Jetzt geht auch noch die Kassiererin. Da ist sie wieder: 18.55 Uhr. Hetzen in der U-Bahn. Angekommen, aber wo ist der Eingang? 19.07 Uhr. Fragen! Schnell zur Kasse, Ticket hohlen. Dann… bricht die Welt fast zusammen: unsere Order-number gibt es nicht. Diskussionen, flehen, bitten. Es gibt noch Karten fuer 50 Rubel. OK kaufen wir. Aber womit, wir haben nur 20 Rubel. Also zum Geldautomat, Geld abheben und Karten kaufen. Es ist mittlerweile nach halb acht. Hoffentlich dauert es lange. Wo sind unsere Plaetze? Dritter Stock. Welche Seite? Rechts. Endlich angekommen.

Jetzt, bitte, eine kurze Pause. Komm zur Ruhe, versuch zu verschnaufen, damit Du das was kommst geniessen kannst. Lass den Stress beiseite und schiesse die Augen um dann wirklich zu sehen, wenn Du sie wieder oeffnest. Dann Du sollst Sie geniessen die Auffuehrung mit dem Titel „Creation 2010 – AND THEN, ONE THOUSAND YEARS OF PEACE“ eine Inszinierung von Angelin Preljocaj im Rahmen des franzoesisch-russischen Jahres getanzt vom Moskauer Ballett und dem Ballet Preljocaj. Es war leider kein Ballet, sondern sehr moderner Ausdruckstanz. Dafuer aber ausserordentlich kraftvoll und ausdrucksstark. Die Botschaft der Szenen war klar zu erkennen. Mal lasen Menschen wie Teile einer grossen Maschine ihre Buecher, mal standen sich die Nationen gegenueber und belauterten sich um sich schliesslich in Lustvoller Extase alle miteinander zu lieben.

Letztlich haben wir 50 Rubel, also 1,20 Euro, pro Person bezahlt und das ist unglaublich wenig fuer solch ein beruehmtes und tolles Theater. Nur der Stress im Vorfeld war absolut unnoetig.

 

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One Response to “Das Theater mit dem Theater”

  1. totoche sagt:

    mon dieu, quelle organisation chaotique ou plutot quel chaos organisé! pourquoi vos cartes banquaires ne fonctionnent jamais et ou sont passés les 75 euros? une fois dans votre vie au theatre de moscou et tout faire a la derniere minute et bien sur pour arriver en retard ! enfin vous avez eu heureusement de la chance, tiens ca me rappelle nos aventures en train avec nadia…lol

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