Wir waren auf einem der fünf heiligen Berge der Taoisten, dem Hua Shan. Um auf den Gipfel zu kommn gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann eine Seilbahn hinauf nehmen, aber ich wollte lieber hoch pilgern. Als Alternativen gibt es eine 6 Stunden-Wanderung und eine anstrengende 2 Stunden-Strecke, den “soldiers trail”. Maria war nicht begeistert, aber wir einigten uns auf den weniger anstrengenden 6 Stunden-Weg. Was sich für Maria als Fehler heraus stellen sollte.

Am Berg angekommen konnten wir die leichtere Alternative, den Wanderweg, nicht finden, also mussten wir doch den “soldiers trail” nehmen. Er führt direkt unterhalb der Seilbahn auf den ersten Gipfel (1615m) hinauf und Maria sah sich ihrem schlimmsten Feind des Alltags gegenüber: Treppen. Soweit das Auge reicht. Da ich fitter bin, steckten wir all unser Gepäck in einen Rucksack und ich schleppte es nach oben, was ein gerechter Ausgleich war. Wir fanden einen Rhythmus von Pausen und Wandern, mit dem wir beide  zurecht kamen. Am Ende kamen wir nach 4 anstatt 2 Stunden zufrieden und erschöpft oben an (aber um den Weg in 2 Stunden zu schaffen, müsste man schon sehr fit sein und sich ziemlich beeilen). Hier ein paar Eindrücke von den Treppen und der Sicht nach unten (es war leider bewölkt).

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Angekommen am Gipfel war es aber noch nicht vorbei mit Treppen steigen. Der Gipfel ist kein Plateau, sondern ein echtes Labyrinth aus Treppen und Wegen. Auch wenn die Beine gebrannt haben, wollten wir die Gegend erkunden und wir wurden belohnt. Über den Wolken war die Aussicht großartig und in alle Richtungen gab es ein neues Bild vor unseren Augen.

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Die Nacht verbrachten wir im einzigen Hotel und am nächsten Tag ging es noch mehr Treppen nach oben über die atemberaubende green dragon ridge zum Wuyunfeng-Gipfel.

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« Kein Schauen beim Laufen, kein Laufen beim Schauen!»

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Maria wollte wirklich nicht weiter hoch, aber weil sie es trotzdem gemacht hat und es beim nächsten Gipfel absolut keine tolle Aussicht gab hat sie eine große Medaille verdient. Als wir dann den alten Mann mit seiner schwere Last sahen, der sich die Treppen hinauf quälte, hörten wir auf uns zu beschweren.

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Am Nachmittag sind wir dann den “soldiers trail” wieder hinab gestiegen und konnten diesmal mit der Schwerkraft zusammen arbeiten. Runter brauchten wir nur 1h45 und ich war derjenige dem es schwerer viel. Die Knie litten unter den Schritten und dem Gepäck.

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Am selben Abend sind wir mit dem Zug in Richtung Shanghai gefahren. Die Schlafplätze waren ausgebucht gewesen, so mussten wir die 18 Stunden auf sehr unbequemen Sitzen verbringen. Das half den Beinen nicht sich zu erholen, so dass Maria am kommenden Tag etwas humpelte und unser Muskelkater gut drei Tage anhielt. Ich glaube Maria hat mich gehasst und war vermutlich kurz davor gewesen, mich von der Klippe zu schupsen. Der nächste Berg wird kleiner! 😉

Björn

 

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4 Responses to “Der heilige Berg Hua Shan”

  1. […] km von Xi’an entfernt erwartet einen auf einem der fünf Taoistischen Berge ein anstrengender Aufstieg und eine Wundervolle Sicht. Allerdings alles in China-Touristisch […]

  2. Rachid sagt:

    Bonjour Maria, bon courage et bonnes balades. Pour les escaliers, c’est très bien car tu manquais d’exercices!!!
    Grosses bises à vous deux

  3. monika sagt:

    Ich glaubte schon, der Frühsport im Park des Himmelspalastes sei der „top du top“ und hatte nicht vermutet, dass ihr zu „Höherem“ fähig wäret. Trotzdem hat Björn ein grosses Risiko genommen, denn hätte Maria schlapp gemacht, dann hätte er sie noch auf den Rucksack obendrauf gepackt? Ich stelle mir das bildlich vor!!
    Ab jetzt werden die 4 Etagen im K.W.-Ring fûr Maria nur noch die reinste Freude sein.

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