In Udaipur haben wir einen Kochkurs gemacht und mit G2, bei dem wir im Guesthouse gelebt haben, ein Chicken Curry zubereitet. Das Rezept ist eines der beliebtesten in Indien und vermutlich haben wir an diesem Abend das beste Hähnchen unseres Lebens gegessen!

Da wir so unglaublich großzügig sind geben wir euch unser Geheimwissen weiter. Gebt uns Rückmeldung, ob es geklappt hat (wenn nicht ist es natürlich nicht unsere Schuld!):

Zutaten:

1e kleine Knolle Knoblauch

8 kleine rote Zwiebeln

3 cm Ingwer

Leitungswasser

2 EL Öl

halbe Stange Zimt

8 Körner schwarzer Pfeffer

1 frisch geschlachtetes Hähnchen

Currymischung:

1,5 ELChillipulver

2,5 EL Korianderpulver

1/4 EL Tagameg (ich weiß selber nicht was das genau ist, oder ob ich es richtig geschrieben habe. G2 hat es uns nur gesagt. Er kann englisch weder lesen noch schreiben. Also sucht beim Fachinder danach oder lasst es halt weg.)

~1,5 EL Salz (nach belieben)

1 TL Fleisch Masala Puder

1 TL Garam Masala (danach solltet ihr schon suchen)

Wenn ihr das Curry nicht selber machen wollt, sondern das deutsche Fertig-Curry nehmt, seid ihr echt selber Schuld.

Die Basis vieler indischer Rezepte ist eine Paste. Für diese muss man zunächst die kleine Knolle Knoblauch schälen, 8 kleine rote Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden (nicht aufgeben, der Rest wird netter) und 3 cm Ingwer grob schälen und in Scheiben schneiden.

Das Knoblauch, ein drittel der Zwiebeln und den Ingwer mit 1-2 Gläsern Wasser im Mixer pürieren, bis es eine schöne feste Paste gibt.

In einem Topf 2 Esslöffel Öl erhitzen und die halbe Zimtstange, 8 Körner schwarzer Pfeffer und den Rest der Zwiebeln unter Rühren rösten, bis die Zwiebeln braun sind. Die Currymischung und die Paste zufügen und bei hoher Flamme und unter ständigem Rühren kochen.

ca. 1/2 Liter Wasser in den Topf geben und etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Die Currysoße ist fertig, wenn das Öl an die Oberfläche kommt. In der Zeit könnt ihr schon mal mit dem Chapati-Teig anfangen.

Das frisch geschlachtete Huhn in den Topf geben, gelegentlich umdrehen und bei geschlossenem Deckel kochen lassen, bis das Fleisch gar ist. Bravo, das schwierigste habt ihr hinter euch.

Hier nun das Chapati-Rezept. Chapatis sind einfache dünne Fladenbrote, die in ganz Indien gegessen werden.

Chapati:

Zutaten (für 6 Chapatis)

Wasser

~1/2 Kg Mehl

1e Priese Salz

1-2 Glaeser Wasser in eine Schüssel geben. Dazu kommt ca. 1/2 Kg Mehl und eine Priese Salz. Den Teig gut kneten und je nach Konsistenz Wasser oder Mehl zugeben, bis der Teig etwas matschig ist. Dann kann man ihn zu einer Kugel formen und lässt ihn für ca. 30 Minuten liegen.

Nach dem ruhen wird der Teig erneut geknetet, solange, bis er nicht mehr feucht ist.  Man nimmt 1/6 vom Teig, bestreut ihn mit etwas Mehl und formt ihn zu einer flachen Kugel. Diese wird auf ca. 10 cm ausgerollt, so dass sie schön gleichmäßig dick ist. Der Fladen wird dann ganz dünn auf 15-20 cm vergrößert. Dabei muss man aufpassen, dass der Teig nicht reißt.

Eine Pfanne ohne Öl erhitzen und den dünnen Chapati-Fladen ca, 1 Sek anbraten, dann umdrehen und braten, bis beide Seiten braune Stellen haben und das Chapati aufgeht. Die Kunst dabei ist den Moment zu treffen, an dem das Chapati schön braun ist, aber noch nirgendwo schwarz. Das fertige Chapati hat große Luftblasen. Diese lässt man am coolsten raus, indem man zwei gebratene Chapati gegeneinander drückt. Fertig ist das (hoffentlich leckere) Hähnchen Curry.

In Indien wird normalerweise ohne Besteck, direkt mit den Händen gegessen. Jeder bekommt eine Schüssel mit Chickencurry und dippt das Chapati in die dickflüssige Curry-Soße.

Auf die Art bekommt man das beste Indien-Feeling.

Guten Appetit und viel Spaß beim Essen wünschen euch

Maria und Björn

 

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