China ist ein riesiges Land. Die unterschiedlichsten Städte, Menschen und Sehenswürdigkeiten können einem hier begegnen. Während unserer 6 Wochen in China haben wir vieles gesehen, und das, was uns am besten gefallen hat zeigen wir euch jetzt hier.

  • Peking:

Die Hauptstadt war schon auf den ersten Blick etwas besonderes und Peking ist bis heute unsere Lieblingsstadt in China. Mit ihren majestätischen Tempeln und Gärten und dem Zusammenspiel von Tradition, Geschichte und Moderne kann man leicht 3 Wochen hier verbringen ohne sich zu langweilen.

Der Sommerpalast:

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Wunderschoene Tempel in einem gigantischen Garten, angelegt um einen See, sollte man sich einen guten Tag Zeit nehmen um mitten in Peking umherzuwandern.

Die Verbotene Stadt:

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Für Jahrhunderte war dem gewöhnlichen Volk der Zutritt nicht gewährt. Als eine immense Stadt in der Stadt und Sitzt der beiden letzten Dynastien Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) betritt man mit ihr heute mehr ein Museum, denn einen Geheimnisvollen Ort. Für seine Größe und außerordentliche Architektur ist sie ein absolutes ‘must see’ in Peking.

Lama Tempel:

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Ein bezaubernder Tempel des Tibetanischen Buddhismus. Da er noch aktiv genutzt wird kann man hier an einer ganz besondere Atmosphäre teilhaben und z.B. einige Räucherstäbchen anzünden.

Die Große Mauer:

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Wer in China ist muss sie einfach besuchen. Ein gigantischer Beweis dafür, dass große und unglaubliche Visionen Realität werden können. Wir hatten Pech mit dem Wetter, aber selbst im ewigen chinesischen Smog kann man die Einzigartigkeit erkennen, mit der sich die Mauer über die Bergkämme windet. Dabei hängt das Mauer-Erlebnis stark davon ab, wo man sie besteigt. Wir waren nicht an dem Bekanntesten Teil, aber er war schon touristisch genug. Den Weg zur Mauer haben wir mit der Seilbahn gemacht und wer mag kann sich das Video anschauen, von unserer Abfahrt auf der Sommerrodelbahn.

Der Beihai Park:

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Unser lieblingspark in Peking. Weniger gigantisch als der Sommerpalast, aber dafür umso romantischer. Wunderschöne Tempel und ein See (ideal für eine Bootstour) und auf der Insel in der Mitte thront die weiße Pagode.

Der Himmelstempel und sein Park:

1g himmelspark1h Himmelstempel

Der Oktogonale Tempel im Zentrum des Parkes ist ein Holztempel voller Symbolik. So stellen z.B. das viereckige Fundament und der Runde Tempel darauf Himmel und Erde dar. Der Park um den Tempe ist nicht außerordentlich schön, aber wird von den Einheimischen genutzt um ihre Morgengymnastik zu machen. Und jeder ist willkommen mitzumachen.

Der Nachtmarkt:

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Die Chinesen haben ja den Ruf alles zu essen. Wenn man in Peking in die Wangfujing Straße geht, findet man dieses Gerücht bestätigt.

Die Pekingoper:

1e Peking Oper

Das exzentrischste und schrillste, was ich an Musik je gehört habe. Begleitet von Tanz und einer Geschichte ist es ein Teil chinesischer Kultur, den man auch auf der Straße und im Fernsehen immer wieder trifft.

  • Datong

Datong selber gehört sicher nicht zu den Best of China. Es ist mit Abstand die hässlichste Stadt, die wir in China gesehen haben. Der Grund warum wir von ihr berichten sind die großartigen Religioesen Städten in ihrer Umgebung. Einzig der Zentrale Platz mit seinem Brunnen läd zum verweilen ein.

2c Musikfontaine Datong

Die Yungang Grotten:

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Im fünften Jahrhundert angelegt sind die Yungang Grotten ein eindrucksvoller Beweis dafür, was Menschen zu erschaffen in der Lage sind. Die über 50000 Buddhas und Statuen in den 252 Grotten reichen von Handflächen groß bis zu 30 Meter hoch. In Ganz China haben wir keine Eindrucksvollere Ehrung Buddhas gesehen.

Die Hängenden Tempel:

2b Haengender Tempel V2 Ursprünglich als Taoistischer Tempel gebaut vereint er heute Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus in sich. Die 1000 Jahre alte Konstruktion ist nur aus Holz errichtet und musste dennoch nie erneuert werden. Der Grund hierfür ist, dass es weder vom Boden durch Wasser beschädigt werden kann und die Felsen in die es gebaut ist wie ein Regenschirm auch vor Wasser von oben schützen. Außerdem ist das Holz selbst im Sommer nur drei Stunden täglich der Sonne ausgesetzt. Leider ist der Tempel von Touristen überlaufen, dennoch sind seine Lage und Konstruktion faszinierend.

  • Xi’an

Die Terrakotta-Armee:

3b Terra Kotta V2 3c Terra Kotta V1

1974 wurde dieses ‚achte Weltwunder’ beim graben eines Brunnen entdeckt. Der Herrscher Qin Shi Huang lies sich zusammen mit ca. 10.000 lebensgrossen Tonfiguren begraben. Die Armee beinhaltet Pferde, Wagen und Soldaten aller Gattungen, die gefechtsbereit in Formation stehen. Die Feinheit, mit der jede Figur ihr eigenes Gesicht, eigene Schuhe, eigene Rüstung und eigene Hüte bekommen hat ist faszinierend. Die Frage, die mir während der ganzen Zeit durch den Kopf ging war : „Was bewegt einen Menschen dazu so etwas errichten zu lassen???“

  • Das muslimische Viertel:

3a xian muslim quarter Wer nach China reist erwartet nicht im Orient zu landen. Im muslimischen Viertel von Xi’an kann man jedoch einen Hauch von Medina erleben auf dem Markt mit seinen Grillstaenden und Händlern. Auch die Moschee ist interessant, da sie komplett in Chinesischem Styl gebaut ist und nur der Gebetssaal nach Islam aussieht.

Hua shan :

3e huashan 1 120 km von Xi’an entfernt erwartet einen auf einem der fünf Taoistischen Berge ein anstrengender Aufstieg und eine Wundervolle Sicht. Allerdings alles in China-Touristisch aufbereitet.

  • Nanjing

Nanjing ist eine der ehemaligen Hauptstädte Chinas und vor allem auf Grund seiner Geschichte interessant.

Fuzi-Tempel und Vorplatz:

4b Fuzi confuzius tempel statue 4a Area around Fuzi Temple

Der Fuzi-Tempel von Nanjing ist der Ort, an dem der erste aller Lehrer, Konfuzius, lange Zeit lehrte. Der eindrucksvolle Komplex ist auch heute noch von Mönchen bewohnt, die seine Lehren am leben erhalten. Um den Tempel herum befindet sich, ganz untraditionell, ein Essviertel und jede Menge Kitsch-Schönheit inklusive Bootstouren.

  • Suzhou

Das Venedig Chinas wird es genannt, aber neben romantischen Kanälen gibt es hier auch etliche herrliche Gärten und den berühmten Tigerhill. Sie sind weniger majestätische als in Peking, da sie Privatgaerten waren, aber in ihnen wird der Platz durch etliche verspielte Brücken, Tore, Steine und gewundene Gänge brillant ausgenutzt. Besonders im LIU YUAN und dem MASTER OF THE NETS Garten haben wir es genossen umher zu streifen. Suzhou kann hervorragend in Kombination mit Shanghai besucht werden.

5e Kanal V45a Kanal V3

5b cloud rock pagoda, china's schieffer turm

5c liu Yuan Garden 5d Garden of the master of the nets V1

  • Shanghai

Wir hatten das Glück während der letzten Tage der Expo 2010 in Shanghai zu sein, so dass wir es uns nicht haben nehmen lassen einen Blick auf die Weltausstellung zu werfen. Für uns war es besonders interessant zu sehen, wie sich Deutschland, Marokko und China selbst präsentieren. Und tatsächlich waren die drei Pavillons – wenn auch komplett unterschiedlich – bei den schönsten die wir gesehen haben.

6a expo 2 6b expo cutten

Abgesehen davon ist Shanghai eine äußerst sehenswerte, moderne und kosmopolitische Stadt.

Der Fluss Huang Pu trennt zwei gegensätzliche Stadtteile voneinander welche sich gegenüber stehen und einen perfekten Kontrast zur schau stellen. Auf der einen Seite Pudong, das Hypermoderne Buissnesviertel mit einem der drei höchsten Gebäuden der Welt und auf der anderen Seite The Bund mit den Prachtbauten der dreißiger Jahre. Beide sind Tagsüber wundervoll und abends, beleuchtet, atemberaubend. Um von der einen Seite zur anderen zu kommen kann man u.a. den futuristischen Tunnel Sightseeing nehmen.

6c Pudong V1 6d Koloniales Shanghai V2

Der Yu Garten (Yu Yuan):

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Für mich persönlich noch schöner als die Gärten Suzhous. Er ist unterteilt in kleine Gärten unterschiedlicher Style und ein wahres Labyrinth mit unzähligen geheimen Wegen. Das er im Zentrum von Alt-Shanghai gelegen ist, macht ihn noch interessanter.

Das Shanghai Museum:

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Eines der besten Museen, die wir in China gesehen haben, gibt einen großartigen Überblick über Geschichte und Kultur des ganzen Landes. Mit Ausstellungen von Skulpturen, Malerei, Porzellan, Kalligraphie, Möbeln und Kleidung wird nahezu alles abgedeckt, was das Land der Mitte ausmacht. Da der Eintritt frei ist spricht nichts gegen dieses sehr übersichtliche Museum.

  • Chinesische Dörfer:

China ist voll von Megastädten. Dabei muss man nicht einmal nach Shanghai gehen. Datong war bis dahin die kleinste Stadt in der wir gewesen waren. Datong hat 1,3 Millionen Einwohner. Aber es gehört auch zu einer China-Reise dazu das ländliche Leben etwas kennen zu lernen.

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Wir konnten in Yuntoucun in einem Familien-Guesthouse direkt neben der Altstadt wohnen und die Doerfler beim Reis ernten, trocknen und mahlen beobachten. Allerdings haben wir es nicht geschafft dem Smog zu entkommen. Auf dem Land wurde der Müll verbrannt, so dass die Luft meist nebelig und stinkend war.

  • Hong-Kong

Bei weitem Chinas modernste Stadt, hat Hong Kong weit mehr zu bieten als nur Hochhäuser und Shopping Malls. Hong Kong ist eine eigene Welt mit unglaublich viel Natur und Idylle und in vielerlei Hinsicht nicht wirklich China. Als Gross Britannien 1997 Hong Kong wieder an China übergab, wurde ein Slogan geboren: „Ein Land, zwei Systeme“. Als ich einen jungen Hong Konger frage ob er sich als Chinese fühlt, bekomme ich diese Phrase als Antwort, etwas auswendig gelernt, als wüsste er es selber nicht so genau. Man braucht für Hong Kong ein eigenes Visum und ein chinesisches Multiple Entrie Visum um zurück nach China zu kommen. In Hong Kong mischen sich Chinesen und Weiße wie sonst nirgendwo in China.

Abgesehen davon ist Hong Kong um einige Teurer als Festlandchina und die meisten ‚günstigen’ Zimmer findet man in einem wahren Touristen Getto in Tsim Sha Tsui. Um etwas Zeit und Geld zu sparen lohnt sich in jedem Fall die Octopus-Card.

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Victoria peak :

7e circul trail victoria peak

Die Sicht auf den Hafen, die Stadt und die Natur Hong Kongs ist sagenhaft. Nimm die Peak-Tram um hinauf zu gelangen. Ein Besuch im Peak Tower ist gut, aber nicht unbedingt nötig, wenn man den herrlichen circle trail entlang läuft. Von hier ist die Sicht in alle Richtungen die beste und man spart Geld.

Hong Kong Park:

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Gegenüber der Fuß-Station der Peak-Tram ist der Hong Kong Park. Hier, mitten im modernen Hong Kong, ist ein kleiner Urwald mit einer sehr schönen Vogelwelt, in welcher man exotischen Vögeln zum greifen nahe kommt.

Pferderennen im Happy Valley:

7b happy valley Racecourse

Ein ganz besonderer Abend! Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufregend sein kann sein Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Die Stimmung auf der Rennbahn direkt in der Stadt ist mitreißen. Allerdings muss man damit rechnen sein Geld zu verlieren. Auch wenn ich kein Profi bin: Pferdewetten hat sehr viel mit Glücksspiel zu tun!

Der Rückweg abends in der Doppeldecker-Tram kann sehr romantisch sein.

7c strassenbahn hk

Tai Chi:

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Tai Chi gehört zu China wie Baguette zu den Franzosen. In Hong Kong kann man, vor dem großartigen Hintergrund der Skyline von Hong Kong Island, 3mal die Woche kostenlose Tai Chi Kurse besuchen. Es gibt noch viele andere Kurse, zum grossen Teil kostenlos, die man in Hong Kong machen kann.

Avenue of stars :

7g skyline Die Skyline von Hong Kong Island ist schon tagsüber unglaublich, mit dem Hafen im Vordergrund, seinen unzähligen Wolkenkratzern und den bewaldeten Hügeln im Hintergrund, aber mit Beleuchtung, ganz besonders während der täglichen Lasershow, ist der Anblick noch einmal ein ganz anderer.

Tai O :

7i tai o

Hong Kong ist nicht einfach eine Stadt. In Hong Kong gibt es noch verschiedene kleine Dörfer, von denen wir das charmante Fischerdorf Tai O besucht haben. Hier kann man fabelhaften Fisch essen und durch Gassen bummeln, welche mit aufs Wasser gebauten Holzhäusern gesäumt sind. Bei einer Bootstour um und durch die Stadt haben wir tatsächlich Weiße Delphine im Wasser aufblitzen sehen.

Mac LeHose Trail:

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Auch für Wanderfreunde hat Hong Kong einiges zu bieten. Die New Territories sind durchzogen von verschiedenen, zum Teil 100 km langen, Wanderpfaden. Die einzelnen Teilabschnitte sind jeweils in einem Tag zu schaffen und in Kategorien unterteilt. „Einfach“ bedeutet dabei, dass man die ganze Zeit auf asphaltierter Straße läuft. Die Landschaft ist aber auch hier wunderschön und wenn man will, kann man sich auch durch das Dickicht schlagen und am steilen Ufer entlang laufen.

Wie schon gesagt ist China ein unglaublich grosses Land und es gibt vieles, dass wir gerne noch gesehen haetten: den Berg Huang Shan, die huebsche kleine Stadt pingyao, die schoenen Regionen im Sueden Chinas (Yunnan und Guizhou), den Yangzi Fluss mit dem Drei-Schluchten-Staudamm und natuerlich Tibet.

Fuer alle, die sich bis hierhin durchgekaempft haben noch der Hinweis, dass sich auch unsere Gallerie aktuallisiert hat. Da gibts mehr China-Bilder und noch mehr auf flickr.

 

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4 Responses to “Best of China”

  1. Sandra sagt:

    Hallo Ihr zwei. Hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gestartet und ich hoffe sehr, dass es Euch gut geht. Ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnt hab, aber es ist so toll was Ihr da macht. Ich würde es mich nie trauen glaube ich so etwas durchzuziehen, aber im Moment bin ich unglaublich neidisch auf Euch. Tauschen wir? Ich hänge in dem Alltagstrott fest, in einem Scheiß Job und Ihr erlebt so viel neues. Und ich liebe Asien. Die tollen Bauwerke und alles. Neid! Neid! Neid! Danke vielmals für die Stories und Bilder, da reist man wenigstens etwas mit. Ganz ganz liebe Grüße aus Wiesbaden sendet Euch Sandra

  2. Niko sagt:

    Beeindruckend! Beim nächsten Mal sollte Björn allerdings als erster auf die Sommerrodelbahn. ;-D

    • Bjoern/Maria sagt:

      Hey Niko :) Du schaust oft auf unsere Seite!? Eigentlich hatten wir den Artikel etwas zu frueh veroeffentlicht. Jetzt erst sind alle Bilder auf Flickr da. Liebe Gruesse an alle!!!

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