Indochina, eine traumatische Vergangenheit: ein Fazit

Unmenschliches Verhalten

Menschliche Schädel

Wer all die Grausamkeiten in Indochina gesehen hat, die Gräueltaten der Kolonialisten, die Sorglosigkeit, mit der über Laos millionen von Bomben abgeworfen wurden, wer gesehen hat, wie die Roten Khmer mehr als 20 % der eigenen Bevölkerung getötet und gefoltert haben, oder mit welchen Mitteln Amerika Vietnam “zurück ins Steinzeitalter” gebombt hat, wer all das auf schrecklichen, alten schwarz-weiß Fotos und in den Gesichtern der Opfern gesehen hat, kann wohl kaum mehr von unmenschlichem Verhalten sprechen. Scheint es doch, als sei das quälen, demütigen und massenhafte abschlachten der eigenen Spezies ein fester Bestandteil menschlichen Verhaltens. Zweifellos hat jede große Zivilisation solche Verbrechen begangen und das was heute geschieht können wir sicher in 30 Jahren auf hochauflösenden Farbbildern in Museen betrachten und uns sagen: “Mein Gott, was damals alles passiert ist! Wieso hat denn niemand etwas dagegen unternommen?”

Unmenschliche QualenEin menschliches Opfer von unmenschlichem Verhalten

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Lest, wie ich zu diesem Fazit komme in den Artikeln:

Teil 1 – Der geheime Krieg in Laos

Teil 2 – Die Roten Khmer und Pol Pot in Kambodscha

und Teil 3 – Der Vietnam-Krieg

unserer Reihe über die Kriege in Indochina.




Indochina, eine traumatische Vergangenheit, Teil 3: der Vietnam-Krieg

Die Vergangenheit, die Laos, Kambodscha und Vietnam verbindet ist weitgehend bekannt. Aber vor Ort sein und diesen Horror sehen, in Museen, Dokumentationen oder auf den Straßen im Blick mancher älterer Menschen, das kann einem nicht gleichgültig sein. Für uns im fernen Westen ist es Vergangenheit, aber dort ist alles noch frisch.

Man kann nicht gerade sagen, dass es diese Länder leicht hatten. Zuerst die Kolonialisierung durch die Nachbarländer, dann die französische Herrschaft, die japanische Invasion und letztendlich der amerikanische Krieg (außerhalb Asiens als Vietnamkrieg bekannt). Und das schlimmste: viele Menschen leiden heute noch unter den Konsequenzen des Krieges.

‚Der amerikanische Krieg in Vietnam‘ oder ‚der Vietnamkrieg der Amerikaner‘

Ho Chi Minh MuseumHo Chi Minh mausoleum

Vietnam war für ca 80 Jahre lang Teil des französischen Kolonialimperiums gewesen, bevor Ho Chi Minh einen unabhängigen, kommunistischen Staat Vietnam errichtete. 1945 besetzte Frankreich den Süden erneut, welcher später vom kommunistischen Norden angegriffen wurde. Dies war zugleich ein Stellvertreter Krieg der Mächte des Kalten Krieges. Russland und China unterstützten Ho Chi Minh, die USA half den Franzosen. Trotzdem besiegt Ho Chi Minh die Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ. Die Genfer Konferenz teilt Vietnam 1954 in zwei Militärzonen und schlägt landesweite freie Wahlen in 2 Jahren vor. Statt dessen unterstützten die USA gefälschten Wahlen in Südvietnam, bei welchen der Marionetten-Präsident Ngô Đình Diệm eingesetzt wird. Diem regiert wie ein Diktator. Doch das Ausmaß der Ungerechtigkeiten wird im Westen erst sichtbar, als sich 1963 der Buddhistische Mönch Thích Quảng Đức in Saigon öffentlich selbst verbrennt um damit gegen Diem zu protestieren. Diem wird in der Folge entmachtet und ermordet.

Die Selbst-Verbrennung von Thich Quang Duc während dem Vietnam-Krieg

Nachdem die Amerikaner zuerst freie Wahlen verhindert und einen Diktator installiert hatten, erfanden sie 1964 einen Grund um Hanoi zu bombardierten und gegen die Kommunisten Krieg zu führen.

Sie haben damit einen Bürgerkrieg in einen amerikanischen Konflikt verwandelt und führten ihn mit den schrecklichsten Mittel, die man sich nur vorstellen kann.

Der Besuch des War Remnant Museums in Ho-Chi-Minh-Stadt zeigt schockierend, dass die Amerikaner zusätzlich zum töten von Millionen von Vietnamesen noch ein anderes unverzeihliches Verbrechen begangen haben. Ein Verbrechen, das nicht nur unzähligen Menschen das Leben gekostet hat, sondern auch 400 000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche vergiftet und 20% der Wälder Süd-Vietnams zerstört hat. Dieses Verbrechen hat einen Namen: es ist das Herbizid Agent Orange.

Es enthält Dioxin, ein hochwirksames Gift und zwischen 1961 und 1971, wurden unglaubliche 80 Millionen Liter dieses toxischen Produkts von US-Flugzeugen auf vietnamesischen Boden geworfen. Das eigentliche Ziel war das Entlauben der Wälder, um die vietnamesischen Verstecke zu finden und um ihre Ernten zu zerstören. Insgesamt wurden zwischen 2,1 und 4,8 Millionen Menschen direkt betroffen. Aber das Schlimmste ist, dass noch heute unschuldige Menschen unter den Konsequenzen zu leiden haben. Agent Orange ist für alle Arten von schweren Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Blindheit, Behinderung u.s.w. verantwortlich.

Agent Orange verursacht Behinderungen

Agent Orange Opfer

Unglücklicherweise ist Dioxin eine sehr stabil und daher langsam verschwindende Chemikalie. So ist es heute noch immer im Boden und in der Nahrungskette vorhanden und verseucht die Umwelt. Es bewirkt immer noch, 40 Jahre nach Kriegsende, Krebs und schweren Missbildungen bei Neugeborenen!

Amerikanische Veteranen und südkoreanische Opfer von Agent Orange erhielten hohe finanzielle Entschädigungen, während die Vietnamesen noch lange darauf warten können. Wann werden die Vereinigten Staaten Verantwortung zeigen und beschließen, die Folgen dieses monströsen Kriegsverbrechens zu beheben?

Heute sind die Cu Chi Tunnel viel grösser, als während dem Vietnam KriegWie aber konnten die Viet-Cong gegen die so rücksichtslose und technisch weit überlegene USA bestehen? Nur dank ihres Einfallsreichtums! Amerikanisches Maschinengewehr aus dem Vietnam Krieg In der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt haben wir ein Zeugnis davon, die Cu Chi Tunnel, besichtigt. Ein, mit bloßen Händen gebautes, 250 km langes, technisch und strategisch meisterhaftes Tunnelsystem über mehrere Ebenen. Die Eingänge und Lüftungslöcher sind perfekt im vietnamesischen Dschungel getarnt. Selbst der Einsatz von Urinsensoren half nicht sie aufzuspüren und auch die größten Bomben konnten nur selten Schaden anrichten. Weder das Überfluten, Vergasen oder Sprengen der, nur aus Erde gebauten Tunnel, brachte Erfolg.

Cu Chi Tunnel - die Falltür ist perfekt versteckt Die Tunnel im Vietnam Krieg waren zu klein für amerikanische Soldaten

Also mussten die Amerikaner in die Ameisengänge hinabsteigen. Doch waren diese zu eng für einen durchschnittlichen GI. Überall in den Gängen warteten versteckte Fallen: Granaten, giftige Schlangen in Bambusrohren oder auch Massen von Bienen, Vogelspinnen oder Ratten, die so manchen Soldaten für immer aus den Tunneln verjagten.

Eine Falle aus dem Vietnam Krieg Im Vietnam Krieg wurden den amerikanischen Soldaten viele Fallen gestellt

Für die Viet-Cong waren die Tunnel ebenso unangenehm. Es gab nur wenig Luft, es konnte nur morgens gekocht werden, wenn der Rauch als Die Viet-Cong tarnten Küchenrauch als MorgennebelMorgennebel getarnt werden konnte, es gab keineToiletten und keine Hygiene. Dennoch, es war der einzige Ort, an dem sie sicher waren und so lebten viele Monatelang unter der Erde. Selbst Theatergruppen gab es und so mancher Säugling erblickte dort unten das Licht der Welt.

Auch über der Erde hatten die Amerikaner ein schweres Leben. Fallen, die höllische Schmerzen verursachten, aber nicht töteten und aus denen es kein Entkommen gab, waren im Umkreis der Tunneleingänge versteckt. Die Moral der Soldaten litt enorm unter den Fallen, welche zu aller Ironie, aus amerikanischem Kriegsmüll gebaut wurden. Selbst nicht explodierte Bomben wurden von den Viet-Cong unter Lebensgefahr wiederverwendet.

Die Viet-Cong bauten viele verschiedene Fallen während dem Vietnam Krieg Amerikanische Soldaten litten im Vietnam Krieg sehr unter den Fallen der Viet-CongDie Vietnamesen erfanden schmerzhafte Fallen im Laufe vom Vietnam Krieg

All die Tunnel und Fallen sorgten dafür, dass die Amerikaner zu keinem Zeitpunkt des Krieges die Kontrolle hatten. Sie waren auf der Erde, aber der Feind befand sich direkt unter ihnen.

Bei der drei Jahre lang geplanten Tet-Offensive zeigte sich dann, wozu der Viet-Cong in der Lage war. Er griff in einer Nacht über 100 strategische Punkte gleichzeitig an, u.a. die amerikanische Botschaft Saigons. Militärisch ein Debakel sorgte die Aktion doch dafür, dass die Stimmung im Westen kippte und führte letztlich dazu, dass die Amerikaner sich aus Vietnam zurück zogen.

Danach dauerte es noch 2 weitere Jahre, bis die Viet-Cong den Süden erobert hatten und 1976 die Sozialistische Republik Vietnam ausgerufen wurde.

Das Fazit dieses Krieges fällt erschreckend aus. Die Amerikaner verloren fast 60.000 Männer und mussten sich gedemütigt zurück ziehen. Zur gleichen Zeit aber wurden eine Million vietnamesische Soldaten und über 4 Millionen Zivilisten getötet! Nach dem Krieg sind die großen Verlierer jedoch die Vietnamesen, die auf der Seite der Amerikaner gekämpft haben. Nach dem Abzug der US-Truppen wurden viele getötet oder in Umerziehungslager gesperrt.Tien ist auch ein Opfer vom Krieg in Vietnam - Er kämpfte auf Seiten der USA Das Eigentum der Reichen wurde beschlagnahmt. Diese und die intellektuellen Antikommunisten waren gezwungen, im Jahr 1975 mit Booten zu fliehen (boat people) und dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Wir trafen einen von Ihnen, Tien, welcher heute in den Vereinigten Staaten lebt. Er kehrte zum ersten Mal seit seiner Flucht für eine Sightseeing-Tour mit seiner Frau nach Vietnam zurück Für ihn war es ein sehr seltsames Gefühl, seine ehemalige Heimat nach 30 Jahre wieder zu sehen und denjenigen zu begegnen, die vielleicht seinen Vater während des Krieges hätten ermorden können. Wir konnten ihn spüren, seinen Zorn gegen die Kommunisten. Seine Sicht ist durchaus verständlich, wenn man die Tragik seiner Jugend kennenlernt. Nicht nur wurde sein Vater brutal ermordet, sondern auch Tien selber wurde beim verlassen Vietnams von einer Kugel getroffen. Diese körperliche und psychische Narbe wird ihn auf Ewig begleiten.

Will dieser Artikel den Kommunismus verteidigen? Ist alles, was Ho Chi Minh gemacht hat richtig? Nein! Aber wenn man in Vietnam, oder auch in seinen Nachbarländern Laos oder Kambodscha, ist, fällt es schwer nicht anti-amerikanisch zu denken. Letztendlich hat es in diesem unnötigen Krieg nur Schmerz und Tod gegeben. Letztendlich waren alle Verlierer.

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Lest auch Teil 1 – Der geheime Krieg in Laos

Teil 2 – Die Roten Khmer und Pol Pot in Kambodscha

und das Fazit

unserer Reihe über die Kriege in Indochina.




Eine aufregende Nacht im Bus in Vietnam

Schon beim Einsteigen in den Nachtbus von Hue nach Hanoi stimmte etwas nicht. Alle Touristen mussten nach ganz hinten auf die engen Liegen direkt neben der stinkende Toilette, die Busfahrer waren unfreundlich und wir haben uns sehr unwohl gefühlt.

Trotzdem haben wir versucht, zu schlafen, aber um 22:00 Uhr wurden wir grob aus unseren Bemühungen gerissen. Es gab einen Halt am einem Restaurant, aber wir durften nicht im Bus bleiben. Als wir nicht aussteigen wollten, wurden die beiden Fahrer wirklich sauer, haben geschrien und wollten uns aus dem Bus ziehen. Wir haben es nicht verstanden! Nach einem kleinen Handgemenge, sind wir dann doch ausgestiegen. Aber die beiden Fahrer sind im Bus geblieben und haben die Tür von innen geschlossen und es war klar, dass da was nicht mit rechten Dingen zu geht. Wollen die uns beklauen? Hat jemand Wertsachen im Bus gelassen? Dann gingen hinten, in unserem Teil des Busses auch noch die Vorhänge zu! Das ging dann nun endgültig zu weit. Lautes klopfen an den Fensterscheiben. Was zur Hölle machen die da? Irgendwann ging die Tür wieder auf und die Fahrer kamen raus, als wäre nichts gewesen. Ich bin ausgerastet und es wäre fast zu einer Schlägerei geworden. Als wir zurück in den Bus kamen, sahen wir, dass sie tatsächlich unsere Sachen bewegt hatten. Aber nichts war weg. Auch die Kamera, die ein Brasilianer im Bus gelassen hatte, war noch da. Sehr seltsam! Dann kam mir die Idee: Vielleicht sind sie unter die Sitze, bis in den unteren Teil geklettert und haben sich an den großen Gepäcken zu schaffen gemacht. Mal geschaut, ob der Sitz locker ist. Und tatsächlich, wir konnten ihn bewegen und sogar anheben. Was wir dann sahen, hatten wir nicht erwartet. Unter Marias Sitz waren ca. 150 Stangen Zigaretten! Und unter den anderen 4 Sitzen ebenfalls. Schmugglerware im Wert von vielleicht 4000 Euro oder mehr! Für einen Vietnamesischen Busfahrer mehr als eine Menge Geld. Deshalb also waren sie unfreundlich gewesen. Sie hatten eine Heidenangst gehabt. Schnell haben wir den Sitz wieder zu gemacht und so getan als hätten wir nichts gesehen. Aber wir haben gemerkt, wie die Fahrer ständig nach Hinten kamen, um uns mit bösem Blick zu beobachten. Natürlich waren wir aufgeregt und haben uns die verrücktesten Dinge vorgestellt. Dass unter den Zigaretten noch andere Drogen wären; dass die Busfahrer uns Nachts die Kehlen durchschneiden würden; wie wir die Polizei anrufen und einen Schmugglerring auffliegen lassen… Nichts von dem ist passiert. Wir haben den kleinen Ganoven ihr Geschäft gelassen und wir leben auch noch. Noch… Aber jetzt kennst auch Du die gefährliche Wahrheit.




Der kulinarische Wahnsinn Asien

Verurteile uns nicht. Das, was in Asien normal ist, scheint bei uns verrückt und was wir machen verstehen die Asiaten nicht. Wir haben auf unserer Reise vieles gegessen, was wir nicht kannten und manches, was dich schockieren könnte. Aber auch ungewöhnliche Erfahrungen gehören beim Reisen mit dazu.

Froschschenkel (Hanoi, Vietnam): Tja, nicht in Frankreich sondern in seiner ehemaligen Kolonie Vietnam haben wir diese Spezialität zum ersten mal probiert. Die Schenkel waren paniert und wurden mit scharfer Soße serviert. Frosch-Fleisch ist ungemein zart und hat seinen ganz eigenen Geschmack. Wirklich deliziös!

Froglegs Frogleg

Krokodil (Siam Reap, Kambodscha und Saigon, Vietnam): Krokodile haben ein weißes Fleisch ohne Fett, welches vom Geschmack her an Fisch erinnert, aber die Konsistenz von Putenschnitzel hat. Sowohl gegrillt in Kambodscha als auch in einer Frühlingsrolle zubereitet in Vietnam, hat es immer unseren Gaumen erfreut.

Crocodile

Hundertjähriges Ei (Nanjing, China): Diese Eier werden vor dem Servieren 100 Tage lang gammeln gelassen und sind glitschig dunkel grün. Wir hatten uns beim Lesen über China geschworen sie nicht zu essen und haben sie nur versehentlich probiert, als wir eigentlich einen Dessert bestellen wollten (sowas passiert einem in China andauernd). Der Geschmack ist unbeschreiblich widerwärtig. Wir konnten es nicht zu Ende essen.

hundred years old egg

Maden (Bangkok, Thailand): In Bangkok habe ich einen Bambus-Wurm probiert. Maria hasst alle Arten von Würmern, Raupen, Maden etc. Auch für mich war Überwindung gross, aber eigentlich isst es sich wie Popcorn oder Puffreis mit dem Geschmack von Omelette.

Bamboo worm

Ratte (Can Tho, Vietnam): Es waren (hoffentlich) keine Kanalratten, die wir gegessen haben. Auf den Märkten in Südvietnam kann man lebende Ratten im Käfig kaufen und sie werden noch vor Ort enthäutet. Auf dem Teller – glaubt es oder nicht – macht sich eine gegrillte Ratte ganz gut. Und der hervorragende Geschmack erinnert an sehr zarte Hähnchenflügelchen.

Peeling a rat at the market

Tasty rat leg Rat!

Vogelspinne (Kambodscha): Bei einem Halt an einem Busbahnhof irgendwo zwischen Siem Reap und Phnom Penh, haben sich die Kambodschaner, die mit uns gefahren sind, auf einen Stand mit Vogelspinnen gestürzt und ganze Tüten davon gekauft. Die Verkäuferin hatte sogar zur Deko eine lebende Spinne über ihr T-Shirt laufen. Also kamen auch wir nicht drum herum Vogelspinne zu probieren. Sie hatte den Geschmack von Fisch-Chips. Die Beine waren schön knackig, nur der Hinterleib war weniger lecker.

Will he eat the spider Maria eating a Tarantula

Hund (Hanoi, Vietnam): Verzeiht uns, Hundefreunde, aber vielleicht tröstet es euch zu hören, dass keine beliebigen Hunde gegessen werden, sondern nur eine speziell gezüchtete Rasse. Sie sind eine Delikatesse im Süden Chinas und im Norden Vietnams und man braucht keine Angst zu haben, versehentlich Hund zu essen, wenn man eigentlich Rind bestellt hat. Wir mussten sehr lang außerhalb von Hanoi suchen um ein Restaurant zu finden, das Hund serviert und als wir endlich dort waren hatte es schon geschlossen. Erst am nächsten Abend hat es dann geklappt. Das Lokal war ein einziger großer Raum mit alten, niedrigen Tischen und Matten zum sitzen. Es gab keine Dekoration und das ganze war nicht sehr einladend. Wir waren die einzigen Kunden und haben uns sehr seltsam gefühlt. Eigentlich waren wir nicht ganz in der richtigen Zeit dort. Man muss wissen, dass die Vietnamesen Hundefleisch nur zum Ende des Mondkalenders, für gutes Glück essen. Am Anfang des Monats würde es Unglück bringen. Wir waren in der Mitte des Monats dort, so dass es mit dem Glück noch gerade so ging. Nun, wir hatten etwas Probleme mit der Kommunikation mit dem Kellner und waren uns nach dem Bestellen nicht so recht im Klaren über die Menge und den Preis. Wir haben letztlich ein Menu für 180 000 Dong mit drei Tellern bestellt: Frühlingsrollen mit Innereien und Erdnüssen, Scheiben vom Schenkel und Spießchen. Nach einigen Momenten des Zögerns… haben wir es gegessen. Das ganze war nicht sehr gut zubereitet, das Fleisch schien nicht von besonderer Qualität und war zäh und fettig, aber der eigentliche Geschmack war sehr, sehr stark und mit nichts sonst vergleichbar. Sehr interessant!

thit cho!

Kobra (Hanoi, Vietnam): Le Mat ist ein Schlangen-Dorf etwas außerhalb von Hanoi mit einigen hübschen Restaurants. Wir hatten in Kambodscha schon Schlangenfleisch probiert gehabt und damals war es sehr zäh gewesen. In Le Mat war es anders. Zuerst einmal ist es ein wahrer Tapferkeitsakt. Der Koch tötet die Schlange vor deinen Augen, reißt ihr das noch schlagende Herz raus und gibt es in ein Glas mit Schnaps.

Preparing of a snake meal

Dann gibt er das Schlangenblut in ein anderes Glas und füllt zwei weitere Glaeser mit einer grünen Flüssigkeit (vermutlich Galle oder so). Ich durfte das Glas mit dem noch schlagenden Herz trinken und Maria das Blut. Ex und weg und geschafft war es. Das Herz schlägt tatsächlich noch auf deiner Zunge und du spürst es die Speiseröhre hinab rutschen. Auch das Blut hat gar nicht schlecht geschmeckt, aber der grüne Saft war ekelhaft. Danach bereitet der Koch 8 verschiedene Gerichte zu. Dabei wird nichts verschwendet. Jeder Teil der Schlange (abgesehen vom Kopf) wird verwertet: Fleisch, gemischte Frühlingsrollen, knusprige Schlangenhaut, gestampfte Knochen mit gemahlenen Nüssen und Innereien etc. Abgesehen vom letzten hat uns alles hervorragen geschmeckt. Für dieses üppige Mahl haben wir statt 600 000 Dong nur 400 000 Dong für eine kleine Kobra bezahlt. Das war es definitiv Wert.

8 delicous kobra dishes - everything from skin to the bone

Drinking the blood of a King Kobra

Es gibt in Asien noch unzählige weitere Undenkbarkeiten zu essen. In Laos zum Beispiel kann man Hühner Embryonen oder ganze Kröten am Spieß essen, in China Skorpione und quasi alle möglichen Organe von allen denkbaren Tieren, in Thailand Kakerlaken usw. Aber auch schon gewöhnlichere Speisen, wie Kuhmagensuppe oder Algen-Basierte Erfrischungsgetränke können einen an die Grenzen des ertragbaren bringen. Die Asiaten haben einfach die Fähigkeit entwickelt alles zu essen, was irgendwie verdaulich ist. Wie viel man davon probiert, dass muss jeder für sich selber entscheiden. Aber die meiste Zeit über kommen in Asien Reis, Hähnchen, Nudeln und diverse Gemüse auf den Tisch. Alles, was wir oben beschrieben haben sind Spezialitäten oder Snacks für Gourmets.

Guten Appetit!




Unsere aufregende Reise durch Vietnam

Wenn Du dir Asien vorstellst, voller Menschen mit konischen Strohhüten; mit Verkäufern, die ihre Waren auf einer Bambusstange mit zwei Körben über der Schulter tragen; mit Gassen, bevölkert von einer Million ratternder Motorräder; voll sagenhaftem Chaos; mit Märkten von frischen Gemüsen, exotischen Früchten, voller Farben und unbekannter Gerüche; mit leckeren Frühlingsrollen; chinesischen Tempeln; fahrenden Händlern, die alles erdenkliche verkaufen; mit ganzen Umzügen auf zwei Rädern; dann, in Fakt, hast Du in Vietnam die größte Chance, dass sich genau all diese Vorurteile bestätigen.

Vietnamese banana seller Vietnamese IKEA

Nur, dass es noch viel mehr ist als das: Vietnam hat eine boomende Wirtschaft und modernisiert sich noch in den Nachwehen des Vietnam Krieges in rasenden Schritten. Es ist ein unglaubliches Land und für die Wünsche eines jeden Reisenden hält es etwas passendes bereit.

Es ist auch das Land mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in Asien: für acht bis zehn Dollar findet man persönliche und hochklassige Doppelzimmer mit Bad, Fernseher, Kühlschrank und manchmal sogar Klimaanlage. Die Vietnamesische Küche ist außerdem exzellent. Und die Restaurants, auch die etwas schickeren sind meist kaum teurer als das Essen an den Straßenständen. Der Preis für eine geführte Tour in Vietnam, mit Guide, Transport und Verpflegung ist oft lächerlich gering. Und die Busse sind absolut bezahlbar und gleichzeitig Komfortabel und modern.

Die Menschen: viele sagen, sie seien unfreundlich. Wir haben andere Erfahrungen gemacht. Die Vietnamesen sind extrem beschäftigt und arbeitsam. Sie stehen vor Sonnenaufgang auf und arbeiten hart bis in die späten Abendstunden. Der Rezeptionist von unserem Hotel zum Beispiel hatte zwei Jobs und musste mindestens 16 Stunden am Tag für ein miserables Gehalt arbeiten. Trotzdem hat er uns immer angelächelt, wenn er uns gesehen hat. Wären wir an seiner Stelle, wir wären immerzu schlecht gelaunt.

Uns hat es gefallen, dass – weil Vietnam so dicht bevölkert ist – wir Touristen in den Massen der Einheimischen leicht verschwinden können. Die meisten kümmern sich nicht groß um uns und gehen einfach ihrer alltäglichen Beschäftigung nach. Perfekt um die Kultur und die Menschen zu erleben, wie sie wirklich sind.

Auch sind die Vietnamesen ziemlich gewieft. Sie sind nicht nur konfuzianisch bedingt außerordentlich gebildet und diszipliniert, sondern auch extrem anpassungsfähig. Sie schaffen es wundersamer Weise sich im verwirrenden Verkehr, der Verwaltung und der Organisation zurecht zu finden. Sie füllen jede kleine Nische in der Gesellschaft aus, die sich ihnen bietet und schaffen es das Chaos zu überblicken. Aber, ob man ihnen blind vertrauen sollte, dass müssen wir erst noch sehen.

Die Orte, die wir besichtigt haben:


Was uns an Vietnam so besonders fanden, war, dass jede einzelne Stadt, die wir besucht haben, einen einzigartigen, unverwechselbaren Charakter hatte. Eine Zusammenfassung über die Orte, die wir gesehen haben:

Saigon:view over saigon

Eine dynamische, moderne Stadt, hoch interessant und lebendig. Auch ist es die Stadt des Spaßes und der Leichtigkeit mit seinen Karaoke Bars, Cafés, Restaurants und, wie man zugeben muss, seinen Prostituierten, die an jeder Straßenecke warten. Auch das Wasserpuppentheater ist äußerst originell.

Water puppet theater

Aber besonders geprägt hat uns das War Remnants Museum und in der näheren Umgebung Saigons die Tunnel der Vietkong von Cu Chi.

Wir empfehlen dir, die Stadt und seinen Verkehr einmal mit einem Cyclo zu erfahren. Dabei fühlt man sich umspült, wie eine gediegen dahin treibende Schildkröte in einem Meer voll von Schwärmen quirliger, hektischen Mopeds.

Saigons Motos

Ach ja, und wenn Du die Straße zu Fuß überqueren willst: Viel Glück! Am einfachsten ist es noch, wenn man schlicht die Augen schließt und losgeht. Tatsächlich ist es das wichtigste langsam und regelmäßig zu laufen, ohne anzuhalten oder umzudrehen. Die Moto-Fische werden schon an dir vorbei gleiten.

Mekong Delta:Cruising on the Mekong

Die Fahrt mit einem kleinen, wackligen Kahn über einen Arm des Mekong ist ein Klassiker, den man nicht verpassen sollte. Erkunde die Märkte am Ufer auf denen unter anderem Ratten oder Ohren und Augen vom Schwein verkauft werden und wo Frauen in schickem Schlafanzug und mit Strohhut ihren Sonntagseinkauf machen. Definitiv eine verwirrendere und authentischere Erfahrung als eine touristische Fahrt durch einen der schwimmenden Märkte.

Women chic for the market Pig puzzle on the market

Mui Ne:

Wir haben nie verstanden, warum alle Welt von diesem Strand schwärmt. Er ist zwar hervorragend für Windsurfer, aber so ungemütlich stürmisch und der Sandstreifen kurz und steil, dass an schwimmen eigentlich nicht zu denken ist.

Mui ne is about wind surfingRed sand dunes Okay, wir hatten ein tolles, günstiges Zimmer im Strawberry Guesthouse und es gibt in der Nähe hübsche Sanddünen, die man mit einem Plastikschlitten hinab sausen kann, aber ansonsten: höchst uninteressant.

Da Lat:

View over Da Lat

Flower-HeartAhh, Da Lat, die romantische Stadt Asiens schlechthin! Hierher zieht es die vietnamesischen Touristen um Anträge zu machen, zu heiraten, oder die Flitterwochen zu verbringen. Die Luft ist geradezu mit rosafarbenen Herzen gefüllt. Diese Stadt, in den Bergen gelegen, hat vieles, das an Europa erinnert. Man findet einen großen See, üppige Villen, Erdbeeren, Artischocken, Felder voller Blumen anstatt Reis, Kuchen und Gebäcke, schöne blühende Gärten und eine Seilbahn. Nicht sehr exotisch für die meisten Touristen, aber für uns war es mal wieder eine Abwechslung.

Romance in Da Lat Flowers

In Da Lat sollte man auch das Crazy House besuchen, ein Haus, dass direkt aus einem Märchenbuch ausgeschnitten zu sein scheint. Oder man kann mit der alten französischen Eisenbahn fahren, hinauf zur exzentrischen und schlichtweg genialen Linh-Phuoc-Pagode. Oder man kann einfach nur in einem netten Cafe sitzen und einen Artischocken-Tee trinken.

Crazy HouseLinh-Phuoc-Pagode

Nha Trang:

Eine saubere, sehr moderne Stadt. Wir hatten uns hier mit Taylor verabredet, dem Kanadier, den wir in Thailand kennen gelernt haben, in Laos zufällig getroffen haben (die Welt ist wirklich klein) und mit dem wir nun einen Teil unseres Weges durch Vietnam gemeinsam gehen wollten. Nha Trang’s riesiger, schöner Stadtstrand mit seinen sanften Wellen lädt zum Baden ein. Tranh Beach Und wem das nicht reicht: die Strände der Inseln direkt nebenan sind noch schöner und eine Bootstour für den ganzen Tag, Essen inbegriffen bekommt man schon für 6$!

Seafood on our boat tour

Außerdem hat die Stadt gute Restaurants, Clubs und auch einen großen Markt mit köstlichen, exotischen Früchten. Also, plane einen Stopp in Nha Trang, es ist keine verlorene Zeit.

Hoi An:

Eine kleine Stadt mit einer großartigen historischen Altstadt. Für uns eine der schönsten Städte Asiens!

Hoi An streetview Hoi An street

Viele kleine Gassen voller Laternen, hübsche, alte Häuser und Tempel aus der Zeit der reichen chinesischen und japanischen Händler sind hier noch erhalten.

Lantern in Hoi AnCantoneese assembly hall

Quan Cong

Und Hoi An seine ganz eigenen kulinarischen Spezialitäten. Genug um drei Tage lang jede Mahlzeit etwas anderes zu probieren – und alles schmeckt göttlich! Man sagt auch, dass der 5 km entfernte Strand sehr schön sein soll. Wegen schlechten Wetter war es uns nicht vergönnt das zu prüfen. Also, insgesamt, gibt es einen Grund, Hoi An nicht zu besichtigen?

Hue:

Die frühere Hauptstadt beherbergt viele historische Monumente, darunter eine große Anzahl Gräber der ehemaligen Kaiser.

Tu Duc TombGarden in front of Minh Mang tomb

Wir konnten diese Stadt nicht wirklich genießen. Es war rund um die Uhr Hundewetter. So haben wir alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag besichtigt und uns den Rest der Zeit zitternd unter der Bettdecke verkrochen.

Hanoi:

Hanoi Street

Verhasstes, geliebtes Hanoi! Diese Stadt übertrifft mit seinem Chaos und Wahnsinn noch Saigon. Und sie ist teurer. Sie ist nicht schön, dafür aber stressig und laut. Und sie langweilt einen nie. Die Menschen auf der Straße zu beobachten ist eine Sensation an sich. Warum Essen sie auf mini Hockern, wie für Babys, auf dem Bürgersteig sitzend auf Nasenhöhe der millionen Auspuffrohre der Mopeds und dem Dreck auf der Straße zu ihren Füssen, wo nebenan doch nette Restaurants zum gleichen Preis einladen? Einige stellen ihre Plastikhocker sogar noch auf die Straße um mit ihrer Familie die Frühstückssuppe zu genießen. Und es sind nicht nur die armen, die das machen. Versteh‘ einer die Vietnamesen!

Eating on the sidewayEating even on the street

Was interessant ist zu besichtigen: der Balsamierte Körper Ho Chi Minhs in seinem Mausoleum und daneben das Ho Chi Minh Museum.

Ho Chi Minh mausoleum

Abgesehen vom Literatur-Tempel sind die Tempel Hanois sind nicht außergewöhnlich. Aber eine Fahrt auf einem Moto-Taxi (xe ôm) ist es absolut. Das ist anders als mit dem Cyclo: man wird auf dem Moped eines jungen Vietnamesen Teil des quirligen, hektischen Schwarms der Strassen und muss hoffen dass er sich einen sicheren Weg durch das monströse Meer Hanois bahnt. Unser war etwas wahnsinnig und ist auch bei rot über die Ampel gerast; uns blieb nichts anderes übrig als die Augen zu schließen und ein kleines Gebet zu sprechen.

Wer keine Lust mehr hat auf Nudelsuppe und Reis kann in Hanoi auch ganz besonderes Fleisch probieren. Hier findet man Froschschenkel und gar Hund und selbst Schlangenblut und –herz ist hier zu bekommen. Ob wir es probiert haben? Lest später.

In der Nähe Hanois gibt es die weltberühmte Halongbucht, die man gut mit einer Tour erkunden kann. Aber achtung! Es gibt in Hanoi unzählige Imitationen von bekannten Reiseagenturen wie Sinh Cafe, in denen man nur eine schlechte Tour zu überteuerte Preisen kaufen kann. Es muss hunderte davon in Hanoi geben, manchmal 10 in der gleichen Straße und eins neben dem anderen. Welche ist bloß die richtige? In Vietnam gibt es kein Copyright!

Die Halong Bucht:

Foggy, mysterious Halong BayHalong Bay sunset

Delecious food

Wir haben sie bei schlechtem Wetter entdeckt und dennoch, sie ist einer der Höhepunkte von ganz Asien! Wir sind drei Tage lang mit einem Holz-Segelboot durch einmaliges Wasser geschippert. Ein türkisblaues Meer, gespickt von kleinen Felsinseln, die die Wasseroberfläche durchstechen, wie die verzauberten Dornen einer gigantischen Unterwasserpflanze.Wir haben uns wie in einer mystischen Legende gefühlt, in der ein Drache bereit ist jeden Moment vor unseren Augen aufzutauchen.

Ohne dass wir ernsthaft ans Heiraten gedacht haben, haben wir angefangen uns unsere Hochzeit in der Halong Bucht vorzustellen und sie bis ins Detail zu planen. Wirklich ein magischer Ort.

Wir haben in dem Boot in unserer eigenen Kabine geschlafen, die sehr stimmungsvoll eingerichtet war. An Bord haben wir uns mit Fisch, Krabben, Garnelen und einer üppigen Auswahl hervorragender Gericht bekochen lassen.

Beautifull boat

Als Aktivitäten standen zur Auswahl: Erkundung einer der zahlreichen Höhlen, Kanu fahren, im eiskalten Wasser schwimmen, mit einer Bambus-Angel alte Socken Angeln, ein Karaoke Abend, bei dem wir mit der Crew kämpfen mussten um singen zu dürfen (die Vietnamesen lieben Karaoke über alles), eine kleine Wanderung auf einen Berg der Insel Cat Ba und hinauf auf einen verrosteten Stahlturm, der nur noch von wenigen Schrauben zusammengehalten wurde…

OldHighSave

… und zuletzt die Attacke von wütend-rasenden Affen auf Monkey Island. Also, würdet ihr zu unserer Hochzeit in der Halong Bucht kommen? 😉

Praktische Informationen zur Halong Bucht: nehmt euch Zeit eine vertrauenswürdige Reiseagentur in Hanoi zu finden. Wir sind fast verrückt geworden bei der Anzahl an Angeboten und Verarschungen. Wir haben letztlich in unserem Hotel (Century Hotel) gebucht und sollten 125 Dollar bezahlen. Nach viel verhandeln habe wir die Tour für 85 Dollar pro Person bekommen. Aber man nimmt besser nicht die ganz billigen Touren. Sie haben einen schlechten Ruf und in der Zeit, als wir in Hanoi waren ist eines der Boote Nachts, mit allen Passagieren an Bord, gesunken. Wir hatten Glück und haben drei wundervolle Tage gehabt, dabei eine Nacht auf einem drei Sterne Schiff und eine Nacht in einem halb abgerissenen drei Sterne Hotel auf der Insel Cat Ba. Wir hätten im Nachhinein lieber 2 Nächte auf dem Boot verbracht, auch wenn das um einiges teurer ist. Im Preis waren alle Mahlzeiten enthalten und der Service war gut.

Vergesst auch nicht unsere Fotos in der Galerie und auf Flickr anzusehen!

Eine dynamische, moderne Stadt, hoch interessant und lebendig. Auch ist es die Stadt des Spaßes und der Leichtigkeit mit seinen Karaoke Bars, Cafés, Restaurants und, wie man zugeben muss, seinen Prostituierten, die an jeder Straßenecke warten. Auch das Wasserpuppentheater ist äußerst originell. Aber besonders geprägt hat uns das War Remnants Museum und in der näheren Umgebung Saigons die Tunnel der Vietkong von Cu Chi.

Wir empfehlen dir, die Stadt und seinen Verkehr einmal mit einem Cyclo zu erfahren. Dabei fühlt man sich umspült, wie eine gediegen dahin treibende Schildkröte in einem Meer voll von Schwärmen quirliger, hektischen Mopeds.

Ach ja, und wenn Du die Straße zu Fuß überqueren willst: Viel Glück! Am einfachsten ist es noch, wenn man schlicht die Augen schließt und losgeht. Tatsächlich ist es das wichtigste langsam und regelmäßig zu laufen, ohne anzuhalten oder umzudrehen. Die Moto-Fische werden schon an dir vorbei gleiten.