Unsere Expedition durch den Regenwald Malaysias: Taman Negara Nationalpark

Der Taman Negara ist etwa 130 Millionen Jahren alt. Einer der ältesten Regenwälder der Welt. Es ist auch der erste und, mit einer Fläche von 4343 Quadratkilometern, größte Nationalpark Malaysias. Wir beiden Abenteurer wanderten zwei Tage lang, ohne Führer, durch das dichte Grün und verbrachten eine Nacht in einem einsamen Unterschlupf, nur umgeben von Tieren und Pflanzen im Dschungel. Diese unglaubliche Entdeckungsreise hat uns das Wandern lieben gelernt und der Natur näher gebracht.

Auf in den Dschungel

Ein Blick in den Dschungel

Wir verließen die schöne Stadt Melaka, wo wir mit unseren Krokodilen gearbeitet hatten, in Richtung Mitte der malaiischen Halbinsel. Am Abend kamen wir in der Stadt Jerantut an und verbrachten die Nacht in der Herberge NKS. „Morgen um 8.30 geht’s in den Dschungel!“ Wir konnten es kaum abwarten!

Sungai tembeling Dschungelfluss

So bringt uns ein Mini-Van am Freitag, dem 13 Mai 2011 von unserer Unterkunft an den Fluss Tembeling (Kuala Tembeling). Nach drei Stunden schaukeln in einem alten Holzboot (Longtail-Boat) durch eine wundervolle Waldlandschaft, erreichen wir den Regenwald des Taman Negara. Aber statt zu entspannen, sind wir damit beschäftigt, das Trekking am nächsten Tag zu planen. Der Nationalpark biete so viele verschiedene Möglichkeiten!

Das Dorf im Regenwald

Angekommen im Dorf Kuala Tahan am Eingang vom Nationalpark müssen wir, wie üblich, mit all unserem Gepäck herumlaufen, um ein günstiges und freundliches Hostel zu finden. Nach einer guten Zeit des Wanderns durch eine unglaublichen Hitze, fangen wir an uns abzuwechseln um Kräfte zu sparen. Trotzdem finden wir irgendwie kein Zimmer, das uns beiden gefällt. So machen wir eine kleine Pause, setzen uns in den Schatten eines Baumes und diskutieren darüber. Das schien einer Wespe, sehr schlank, rot und drei Mal größer als normal, gar nicht zu gefallen, so dass sie beschließt mich anzugreifen und in die Augenbrauen zu stechen. Verflucht, jetzt reicht‘s aber! Hungrig haben wir uns dann doch für ein Doppelzimmer entschieden, das Teresek Hotel (50 Ringgit pro Nacht = 12 Euro), was leider teurer ist, als wir erwartet hatten. Halb ausgehungert setzen wir uns ins Restaurant gegenüber.

Sehenswerte Formen des Dschungels

Angriff aus dem Urwald

Während Maria bestellt, fängt es bei mir überall an zu jucken. Ich gehe kurz rüber ins Hotel. Mein Körper ist von kleinen Pusteln übersät und ich nehme schnell eine kalte Dusche, um das Jucken zu bekämpfen. Zurück im Restaurant schaut mich Maria ganz komisch an: ich erinnere sie an Sylvester Stallone, sagt sie. Meine Unterlippe hängt herunter, das Gesicht fängt an immer weiter anzuschwellen, bis es ganz wabbelig wird. Ich fühle mich schrecklich und Maria sagt, ich sehe aus wie ein Monster. Sie kriegt es langsam mit der Panik zu tun. Trotzdem lässt sie noch den gebratene Reis einpacken (Überlebensinstinkt ;-)) und wir gehen in die Klinik. Gott sei Dank ist diese nur 5 Minuten entfernt. Manchmal ist doch praktisch auf dem Dorf zu sein. Maria bereut es heute, dass sie nicht daran gedacht hat mein Gesicht zu fotografieren! „Es wäre das Bild des Jahrhunderts gewesen!“ Ich bin ganz froh darum, glaube ich 😉 Die Krankenschwester fragte uns noch, ob mein Muttermal auch Teil der Allergie ist. 😀 Okay, jetzt habe ich auch die erste allergische Reaktion meines Lebens gehabt. Nach dem legendären Stich in den Hintern, ging es mir sehr schnell sehr viel besser, aber ich schlief mehrere Stunden wie ein Bär. So durfte Maria den Rest unseres Aufenthaltes im Taman Negara Nationalpark alleine organisieren.

Der grüne Dschungel

Vorbereitung auf unser Dschungel-Trekking

Sie sammelte ein paar Informationen von anderen, die ihr Dschungel-Abenteuer bereits überlebt hatte. Aber sie mochte nicht unbedingt, was sie zu hören bekam. Ein Österreicher kam von seiner Expedition im Dschungel mit Socken voller Blut zurück. Es scheint, dass der Wald voller Blutegeln auf uns wartet, vor allem nach dem Regen der letzten Tage. Hilfe, ich hasse diese schleimigen Kreaturen! Einer Gruppe von Singapurern war gerade im Urwald verloren gewesen und erst nach 3 Tagen durstig wiedergefunden worden. Ein Guide sagte, dass die Singapurer einfach nicht zu Fuß gehen können. Und sogar ihm, einem malaiischen Führer, sei es bereits passiert, dass er sich verlaufen hatte, obwohl er den Nationalpark seit Jahren kennt! Nun, das verspricht lustig zu werden! Vor allem, da wir uns ohne Hilfe auf den Weg machen wollen! Besonders für Maria ist Trekking in der Natur etwas Neues. Am Abend mussten wir uns noch mit Lebensmittel und Wasser – viel Wasser – eindecken. Vorausgesetzt, dass meine Allergie schnell heilt, sind wir bereit am Morgen aufzubrechen! Aber was, wenn wir mitten im Dschungel Malaysias von Wespen angegriffen werden – Stunden entfernt von jeglicher Zivilisation? (Und was ist erst mit Schlangen?)

Eine Nacht im Dschungel Malaysias

Der Tag der großen Herausforderung und eine einmalige Nacht warten auf uns! Wir verteilen das Gepäcks ganz gleichmäßig: Maria wird das bisschen Essen für zwei Tage tragen, ich das Moskitonetz, den Schlafsack und … 12 Liter Wasser. So wird das Trekking durch den Dschungel für uns beide ein wirklich anstrengendes Unterfangen. Und doch, die Wahrscheinlichkeit, dass Maria trotzdem vor mir zusammenbricht ist hoch.

Hoch oben in den Wipfeln des Dschungels

Bukit Turisek - Taman NegaraHängebrücke im Dschungel

Wir sind extrem gespannt und motiviert, stehen extra-früh auf, essen kurz etwas, verschmieren den Mückenschutz und los geht’s in den Dschungel! Schon jetzt sind die Hitze Malaysias und vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit zu spüren. Wir überqueren den Kuala Tembeling mit dem Taxi-Boot, bezahlen den Eintritt für den Nationalpark und dann ist er endlich da: der Dschungel. Der erste Abschnitt unserer Wanderung ist der Canopy Walkway. Er ist nur 20 Minuten vom Nationalpark-Eingang entfernt. Aber schon hier haben wir den Eindruck, tief drin im Urwald zu sein. Der Weg führt über die größte Hängebrücke der Welt. Sie ist 510 Meter lang und bis zu 45 Metern über der Erde. Da oben schaukelt man nicht schlecht!

Björn auf dem Cannopy walkway im Taman Negare Nationalpark Maria auf dem Cannopy walkway im Taman Negare Nationalpark

Hoch oben auf der Dschungel-Hängebrücke

Danach wird es weniger lustig. Wir machen uns auf den Weg an die Spitze des Hügels Bukkit Teresik (344m). Genau zur Mittagshitze und in einem Wald, der immer weniger dicht wird, immer weniger Schatten spendet. Wir erreichten den Gipfel komplett in Schweiß gebadet und völlig erschöpft (vor allem Maria, die Steigungen über alles hasst). Leider ist der Ausblick nicht einmal überwältigend und eigentlich nicht der Mühe wert. Wir machen eine kleine Pause und stärken uns mit kalten Nudeln.

Die Einsamkeit des Regenwaldes

Wurzelgeflecht im RegenwaldWandern im Urwald in Malaysia

Blutegel auf NahrungssucheSchilder im Nationalpark in Malaysia Der Abstieg macht mehr Spaß. Nach und nach verschwinden die von Menschen geschaffenen Strukturen und schon bald sind wir vollkommen alleine im Dschungel. Die Bäume sind so unglaublich groß und ihre Stämme so breit. Ihre Wurzeln bilden gigantische Schlangen auf dem Boden, man muss ständig darauf achten, nicht zu stolpern. Mehrmals müssen wir überlegen, welchen Weg wir nehmen. Es gibt kaum Schilder. Wir folgen also den ausgetretenen Pfaden, entlang dem Fluss, als plötzlich der Weg verschwindet. Wir haben uns verlaufen und müssen zurück bis zur Kreuzung und doch den schmaleren Pfad nehmen, immer tiefer in den Wald hinein. Unser Ziel ist es, die Unterkunft Bumbun Tabing vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Irgendwann kommt uns eine Gruppe von jungen Australiern entgegen und sie scheinen überglücklich uns zu treffen. Sie haben seit 5 Stunden keine Menschenseele zu sehen bekommen. Sie wandern in Flip-Flops und einer läuft gar Barfuß. Die kaputten Flip-Flops hält er in der Hand. Seine nackten Füße bluten. Aah, die Blutegel scheinen nicht mehr weit weg zu sein! Die spinnen, die Australier! Umso dichter der Dschungel uns umgibt, umso dunkler und feuchter wird der Boden. Und dann taucht er auf, der erste glitschige Blutegel. Sein Körper zuckt schleimig in alle Richtungen und folgt seinem nach Blut suchenden Kopf. Ugh!

Unsere Herberge für eine unvergessliche Nacht

Bumbun Tabing - Nachsitz im Taman Negara NationalparkEin Unterschlupf im Regenwald

Björn beim Ausruhen von der Dschungelwanderung

Wir beeilen uns, und nach einer halben Stunde, endlich, sehen wir eine zerbrochene Betonbrücke. Diese müssen wir überqueren, um zu unseren Nacht-Sitz zu kommen. Der Unterschlupf ist offen und sehr einfach, aber zum Glück auf Säulen. So werden uns die Blutegel zumindest nachts in Ruhe lassen. Wie es scheint gibt es außer uns niemand. Wir werden die Nacht komplett alleine im Dschungel verbringen. Unser neues Zuhause hat keine Fensterscheiben und keine Tür. Tiere, wie Ratten oder Schlangen, können uns also problemlos besuchen, während wir schlafen. Die großen Fenster ermöglichen aber auch einen wunderschönen Blick auf den Dschungel und den nahe gelegenen Bach. Die Toiletten sind schmutzig, es gibt keinen Strom, aber das schwerwiegendste: es gibt kein fließendes Wasser. Wir können nicht duschen, obwohl wir es so dringend nötig hätten. Um uns noch vor Dämmerung häuslich einzurichten, teilen wir die Aufgaben auf. Maria reinigt die Holzbetten und hängt das Moskitonetz auf, das als Schutz vor unerwünschten Viecher dienen wird. Außerdem hängt sie das Essen an einem Seil auf, um den Nagetieren das Leben ein bisschen schwerer zu machen. Inzwischen gehe ich Holz sammeln für ein Lagerfeuer.

Schlafen im Dschungel

Schlafen, umgeben von den Geräuschen des Dschungels

Blutegel auf dem Rücken Blutegel am Hals

Nebenbei habe ich aber auch fünf Blutegel mitgebracht, 2 davon am Hals. Dank des Baches, der neben unserem neuen Haus fließt, gibt es hier Blutegel in Hülle und Fülle. Eigentlich sind sie nicht wirklich schlimm. Sie tun nicht weh, sie übertragen keine Krankheiten und hinterlassen keine juckenden Stiche oder Narben. Aber sie sind ekelhaft! Vollgesaugt schwellen sie unglaublich an und werden erst richtig scheußlich. Glücklicherweise hatten wir uns mit 1 kg Salz bewaffnet und das funktioniert hervorragend: sobald man die Blutegel mit Salz bestreut trocknen sie aus und fallen ganz von alleine ab. Auch Maria untersucht sich und ist erleichtert: sie ist Blutegelfrei geblieben! Wir versuchen dann, mit den Zweigen, die ich gesammelt habe, ein Feuer anzuzünden. Zu feucht: es will einfach nicht gelingen! Schließlich, im dritten Versuch, klappt es doch! Wir essen etwas Dosenfutter und nutzen die Blechdose als Topf zum Kochen von Wasser und genießen dann unsere wohl verdienten Instant-Nudeln. Mittlerweile ist es stockdunkel und man kann die Tiere in der Umgebung hören, es ist magisch! Aber leider sehen wir keines vorbeischleichen. Schließlich schlafen wir erschöpft auf dem harten Holzbett, in unserer noch vom Schweiß nassen Kleidung, ein. Die Nacht ist dunkel, wir fühlen uns völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Das einzige Lebenszeichen ist das unvorstellbar laute Geräusch all der Tiere der Nacht und des Dschungels, was uns daran erinnert, dass wir doch nicht ganz so allein sind…

Nachts im Regenwald

Tiefer hinein in den Regenwald des Taman Negara

Unsere Nacht im Dschungel war nicht allzu schlecht, nur ein wenig kalt. Ich hatte meine Probleme, auf dem Bett ohne Matratze direkt auf einem harten Brett einzuschlafen. Aber das Wichtigste war, dass wir keine neugierige Schlange in unserem Bett gefunden haben und dass unser Essen nicht von Ratten gefressen wurde. Also können wir unsere Toast mit Kaya frühstücken (leckere Kokosnuss-Marmelade).

Ein Morgen im Dickicht

Maria vor der gigentischen Wurzel eines Dschungelbaumes Björn in einer Wurzel eines Urwaldriesen

Wenn wir uns direkt zurück zum Eingang des Nationalparks aufmachen würden, wären wir in ungefähr 3 Stunden da. Doch der Taman Negara Nationalpark ist riesig und wir haben erst einen kleinen Teil des Dickichts erkundet. So entscheiden wir uns, weiter nach Norden zu ziehen, in Richtung des Berges Tahan. Nach 1 Stunde Wandern können wir den Weg kaum noch erkennen. Der Regenwald wird dichter und feuchter. Und die Blutegel sind überall. Sobald wir ein paar Sekunden stehen bleiben, suchen sie uns mit ihrem kleinen ekeligen Blutegel-Kopf und kriechen unglaublich schnell auf uns zu. Viele beginnen auf unsere Schuhe und Hose zu klettern, obwohl wir alles mit Salz bestreut hatten. Um die Blutsauger fern zu halten, läuft Maria wie noch nie in ihrem Leben, fast in Marathon-Geschwindigkeit.

Die Natur bildet Treppen im Regenwald Maria wandert durch den Dschungel

Doch irgendwann wird der Pfad immer unsichtbarer. Wir müssen uns durch dichtes Gestrüpp kämpfen und unter Bäumen her klettern, manchmal fast kriechen. Irgendwann entscheiden wir: dieses Dickicht muss für einen nächsten Besuch warten. Ab hier braucht man definitiv einen Führer und vor allem einen Säbel um sich einen Pfad durch das Unterholz zu schlagen. Wir drehen um und wandern – nein rennen – mit der gleichen Geschwindigkeit zurück, ohne auch nur eine einzige Trinkpause zu machen. Diesmal treffen wir einen Haufen Koreaner, sehr sportlich, mit riesigen Rucksäcken, die einem Führer im Laufschritt folgen, direkt ins Dickicht des Dschungels hinein. Sie sind in kurzen Hosen! (also leicht zugänglich für Blutegel) Vermutlich machen sie die schwierigste Wanderung: 9 Tage lang durch den Regenwald auf den Gunung Tahan, dessen Gipfel bei 2.187 m liegt. Wow, das ist genial!

Steile Wege durch den Dschungel Durchs Gehoelz des Urwaldes

Die Gefahren des Dschungels

Wir beschließen, die Mittagspause im Unterschlupf zu verbringen. Diesmal klettert Maria von der Seite über die kaputte Brücke. Kraks! Ein Stück des losen Betons bricht ab. Maria rutscht schreiend in den Schlitz zwischen Brücke und der Schlucht. Ihr Bein ist hoffnungslos eingeklemmt. Ich versuche sofort, sie zu befreien, aber der Boden des Waldes ist rutschig und ich mache es schlimmer und schlimmer. Die Schlucht ist nicht tief, aber die Vorstellung mit einem gebrochenen Knöchel mitten im Urwald zu sein ist schrecklich! Dann, zum Glück, findet Maria eine kleine Wurzel, die sie nutzen kann, um sich selber raus zu ziehen. Puh, das ist grad nochmal gut gegangen. Wieso können sie die Brücke nicht reparieren, oder abreißen? So ist es gefährlicher, als wenn es gar keine gäbe. So machen wir eine längere Pause, um unseren Geist und Körper mit einer köstlichen Dose Thunfisch wieder zu stärken.

Kaputte Brücke - eine echte Gefahr des DschungelsTiere im Regenwald

Der Rückweg

Der Rest des Rückwegs war dann unspektakulär. Wir kamen noch an einem verlassenen Dschungel-Camp vorbei, wo wir uns nochmal ausruhen konnten, und an dem Fluss Lubok Simpson, der sich durch den Urwald schlängelt. Leider fing es auch an zu regnen, so dass wir uns beeilen mussten. Schade, wir haben keine Tiere zu Gesicht bekommen, außer einigen sehr schönen Schmetterlingen, kleinen Salamandern, Eichhörnchen und natürlich jeder Menge Blutegel. Tatsächlich hätte ein großes Säugetier direkt vor uns sein können und wir hätten es nicht gesehen, wegen all der Bäume, die eine dichte, undurchdringliche Mauer bilden. Aber die Vegetation des Taman Negara ist dafür umso spektakulärer: die Reben und Wurzeln verflechten sich unglaublich und schaffen manchmal fast künstlerischen Skulpturen. Sie sind die Artisten des Regenwaldes!

Kunstvolle Verflechtungen Artisten des Regenwaldes Kunstvolle Urwaldwurzeln

Zurück in der Zivilisation

Insgesamt sind wir an diesem Wochenende mindestens 15 km oder 9 Stunden lang (Pausen nicht gezählt) durch den Urwald gewandert. Verteilt auf zwei Tage, hört sich das nicht großartig an. Manch einer schafft das auch an einem Tag. Doch mit dem Gepäck, der hohen Temperatur und der Luftfeuchtigkeit Malaysias, den Steigungen und dem schwierigem Gelände, war es doch sehr anstrengend. Und ein tolles Erlebnis! An diesem Abend, nach dem Abendessen und einer unglaublich wohltuenden Dusche, sind wir um 21:00 Uhr ins Bett gefallen und haben von unserem nächsten Ziel geträumt, so gegensätzlich zum Taman Negara Nationalpark: dem Großstadtdschungel von Singapur!

Ende

Symetrisch gewachsen




Best of China

China ist ein riesiges Land. Die unterschiedlichsten Städte, Menschen und Sehenswürdigkeiten können einem hier begegnen. Während unserer 6 Wochen in China haben wir vieles gesehen, und das, was uns am besten gefallen hat zeigen wir euch jetzt hier.

  • Peking:

Die Hauptstadt war schon auf den ersten Blick etwas besonderes und Peking ist bis heute unsere Lieblingsstadt in China. Mit ihren majestätischen Tempeln und Gärten und dem Zusammenspiel von Tradition, Geschichte und Moderne kann man leicht 3 Wochen hier verbringen ohne sich zu langweilen.

Der Sommerpalast:

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Wunderschoene Tempel in einem gigantischen Garten, angelegt um einen See, sollte man sich einen guten Tag Zeit nehmen um mitten in Peking umherzuwandern.

Die Verbotene Stadt:

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Für Jahrhunderte war dem gewöhnlichen Volk der Zutritt nicht gewährt. Als eine immense Stadt in der Stadt und Sitzt der beiden letzten Dynastien Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) betritt man mit ihr heute mehr ein Museum, denn einen Geheimnisvollen Ort. Für seine Größe und außerordentliche Architektur ist sie ein absolutes ‘must see’ in Peking.

Lama Tempel:

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Ein bezaubernder Tempel des Tibetanischen Buddhismus. Da er noch aktiv genutzt wird kann man hier an einer ganz besondere Atmosphäre teilhaben und z.B. einige Räucherstäbchen anzünden.

Die Große Mauer:

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Wer in China ist muss sie einfach besuchen. Ein gigantischer Beweis dafür, dass große und unglaubliche Visionen Realität werden können. Wir hatten Pech mit dem Wetter, aber selbst im ewigen chinesischen Smog kann man die Einzigartigkeit erkennen, mit der sich die Mauer über die Bergkämme windet. Dabei hängt das Mauer-Erlebnis stark davon ab, wo man sie besteigt. Wir waren nicht an dem Bekanntesten Teil, aber er war schon touristisch genug. Den Weg zur Mauer haben wir mit der Seilbahn gemacht und wer mag kann sich das Video anschauen, von unserer Abfahrt auf der Sommerrodelbahn.

Der Beihai Park:

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Unser lieblingspark in Peking. Weniger gigantisch als der Sommerpalast, aber dafür umso romantischer. Wunderschöne Tempel und ein See (ideal für eine Bootstour) und auf der Insel in der Mitte thront die weiße Pagode.

Der Himmelstempel und sein Park:

1g himmelspark1h Himmelstempel

Der Oktogonale Tempel im Zentrum des Parkes ist ein Holztempel voller Symbolik. So stellen z.B. das viereckige Fundament und der Runde Tempel darauf Himmel und Erde dar. Der Park um den Tempe ist nicht außerordentlich schön, aber wird von den Einheimischen genutzt um ihre Morgengymnastik zu machen. Und jeder ist willkommen mitzumachen.

Der Nachtmarkt:

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Die Chinesen haben ja den Ruf alles zu essen. Wenn man in Peking in die Wangfujing Straße geht, findet man dieses Gerücht bestätigt.

Die Pekingoper:

1e Peking Oper

Das exzentrischste und schrillste, was ich an Musik je gehört habe. Begleitet von Tanz und einer Geschichte ist es ein Teil chinesischer Kultur, den man auch auf der Straße und im Fernsehen immer wieder trifft.

  • Datong

Datong selber gehört sicher nicht zu den Best of China. Es ist mit Abstand die hässlichste Stadt, die wir in China gesehen haben. Der Grund warum wir von ihr berichten sind die großartigen Religioesen Städten in ihrer Umgebung. Einzig der Zentrale Platz mit seinem Brunnen läd zum verweilen ein.

2c Musikfontaine Datong

Die Yungang Grotten:

2a Yungang grotten

Im fünften Jahrhundert angelegt sind die Yungang Grotten ein eindrucksvoller Beweis dafür, was Menschen zu erschaffen in der Lage sind. Die über 50000 Buddhas und Statuen in den 252 Grotten reichen von Handflächen groß bis zu 30 Meter hoch. In Ganz China haben wir keine Eindrucksvollere Ehrung Buddhas gesehen.

Die Hängenden Tempel:

2b Haengender Tempel V2 Ursprünglich als Taoistischer Tempel gebaut vereint er heute Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus in sich. Die 1000 Jahre alte Konstruktion ist nur aus Holz errichtet und musste dennoch nie erneuert werden. Der Grund hierfür ist, dass es weder vom Boden durch Wasser beschädigt werden kann und die Felsen in die es gebaut ist wie ein Regenschirm auch vor Wasser von oben schützen. Außerdem ist das Holz selbst im Sommer nur drei Stunden täglich der Sonne ausgesetzt. Leider ist der Tempel von Touristen überlaufen, dennoch sind seine Lage und Konstruktion faszinierend.

  • Xi’an

Die Terrakotta-Armee:

3b Terra Kotta V2 3c Terra Kotta V1

1974 wurde dieses ‚achte Weltwunder’ beim graben eines Brunnen entdeckt. Der Herrscher Qin Shi Huang lies sich zusammen mit ca. 10.000 lebensgrossen Tonfiguren begraben. Die Armee beinhaltet Pferde, Wagen und Soldaten aller Gattungen, die gefechtsbereit in Formation stehen. Die Feinheit, mit der jede Figur ihr eigenes Gesicht, eigene Schuhe, eigene Rüstung und eigene Hüte bekommen hat ist faszinierend. Die Frage, die mir während der ganzen Zeit durch den Kopf ging war : „Was bewegt einen Menschen dazu so etwas errichten zu lassen???“

  • Das muslimische Viertel:

3a xian muslim quarter Wer nach China reist erwartet nicht im Orient zu landen. Im muslimischen Viertel von Xi’an kann man jedoch einen Hauch von Medina erleben auf dem Markt mit seinen Grillstaenden und Händlern. Auch die Moschee ist interessant, da sie komplett in Chinesischem Styl gebaut ist und nur der Gebetssaal nach Islam aussieht.

Hua shan :

3e huashan 1 120 km von Xi’an entfernt erwartet einen auf einem der fünf Taoistischen Berge ein anstrengender Aufstieg und eine Wundervolle Sicht. Allerdings alles in China-Touristisch aufbereitet.

  • Nanjing

Nanjing ist eine der ehemaligen Hauptstädte Chinas und vor allem auf Grund seiner Geschichte interessant.

Fuzi-Tempel und Vorplatz:

4b Fuzi confuzius tempel statue 4a Area around Fuzi Temple

Der Fuzi-Tempel von Nanjing ist der Ort, an dem der erste aller Lehrer, Konfuzius, lange Zeit lehrte. Der eindrucksvolle Komplex ist auch heute noch von Mönchen bewohnt, die seine Lehren am leben erhalten. Um den Tempel herum befindet sich, ganz untraditionell, ein Essviertel und jede Menge Kitsch-Schönheit inklusive Bootstouren.

  • Suzhou

Das Venedig Chinas wird es genannt, aber neben romantischen Kanälen gibt es hier auch etliche herrliche Gärten und den berühmten Tigerhill. Sie sind weniger majestätische als in Peking, da sie Privatgaerten waren, aber in ihnen wird der Platz durch etliche verspielte Brücken, Tore, Steine und gewundene Gänge brillant ausgenutzt. Besonders im LIU YUAN und dem MASTER OF THE NETS Garten haben wir es genossen umher zu streifen. Suzhou kann hervorragend in Kombination mit Shanghai besucht werden.

5e Kanal V45a Kanal V3

5b cloud rock pagoda, china's schieffer turm

5c liu Yuan Garden 5d Garden of the master of the nets V1

  • Shanghai

Wir hatten das Glück während der letzten Tage der Expo 2010 in Shanghai zu sein, so dass wir es uns nicht haben nehmen lassen einen Blick auf die Weltausstellung zu werfen. Für uns war es besonders interessant zu sehen, wie sich Deutschland, Marokko und China selbst präsentieren. Und tatsächlich waren die drei Pavillons – wenn auch komplett unterschiedlich – bei den schönsten die wir gesehen haben.

6a expo 2 6b expo cutten

Abgesehen davon ist Shanghai eine äußerst sehenswerte, moderne und kosmopolitische Stadt.

Der Fluss Huang Pu trennt zwei gegensätzliche Stadtteile voneinander welche sich gegenüber stehen und einen perfekten Kontrast zur schau stellen. Auf der einen Seite Pudong, das Hypermoderne Buissnesviertel mit einem der drei höchsten Gebäuden der Welt und auf der anderen Seite The Bund mit den Prachtbauten der dreißiger Jahre. Beide sind Tagsüber wundervoll und abends, beleuchtet, atemberaubend. Um von der einen Seite zur anderen zu kommen kann man u.a. den futuristischen Tunnel Sightseeing nehmen.

6c Pudong V1 6d Koloniales Shanghai V2

Der Yu Garten (Yu Yuan):

6g yu yuan 6h Old Shanghai V3

Für mich persönlich noch schöner als die Gärten Suzhous. Er ist unterteilt in kleine Gärten unterschiedlicher Style und ein wahres Labyrinth mit unzähligen geheimen Wegen. Das er im Zentrum von Alt-Shanghai gelegen ist, macht ihn noch interessanter.

Das Shanghai Museum:

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Eines der besten Museen, die wir in China gesehen haben, gibt einen großartigen Überblick über Geschichte und Kultur des ganzen Landes. Mit Ausstellungen von Skulpturen, Malerei, Porzellan, Kalligraphie, Möbeln und Kleidung wird nahezu alles abgedeckt, was das Land der Mitte ausmacht. Da der Eintritt frei ist spricht nichts gegen dieses sehr übersichtliche Museum.

  • Chinesische Dörfer:

China ist voll von Megastädten. Dabei muss man nicht einmal nach Shanghai gehen. Datong war bis dahin die kleinste Stadt in der wir gewesen waren. Datong hat 1,3 Millionen Einwohner. Aber es gehört auch zu einer China-Reise dazu das ländliche Leben etwas kennen zu lernen.

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Wir konnten in Yuntoucun in einem Familien-Guesthouse direkt neben der Altstadt wohnen und die Doerfler beim Reis ernten, trocknen und mahlen beobachten. Allerdings haben wir es nicht geschafft dem Smog zu entkommen. Auf dem Land wurde der Müll verbrannt, so dass die Luft meist nebelig und stinkend war.

  • Hong-Kong

Bei weitem Chinas modernste Stadt, hat Hong Kong weit mehr zu bieten als nur Hochhäuser und Shopping Malls. Hong Kong ist eine eigene Welt mit unglaublich viel Natur und Idylle und in vielerlei Hinsicht nicht wirklich China. Als Gross Britannien 1997 Hong Kong wieder an China übergab, wurde ein Slogan geboren: „Ein Land, zwei Systeme“. Als ich einen jungen Hong Konger frage ob er sich als Chinese fühlt, bekomme ich diese Phrase als Antwort, etwas auswendig gelernt, als wüsste er es selber nicht so genau. Man braucht für Hong Kong ein eigenes Visum und ein chinesisches Multiple Entrie Visum um zurück nach China zu kommen. In Hong Kong mischen sich Chinesen und Weiße wie sonst nirgendwo in China.

Abgesehen davon ist Hong Kong um einige Teurer als Festlandchina und die meisten ‚günstigen’ Zimmer findet man in einem wahren Touristen Getto in Tsim Sha Tsui. Um etwas Zeit und Geld zu sparen lohnt sich in jedem Fall die Octopus-Card.

7a Mong Kok

Victoria peak :

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Die Sicht auf den Hafen, die Stadt und die Natur Hong Kongs ist sagenhaft. Nimm die Peak-Tram um hinauf zu gelangen. Ein Besuch im Peak Tower ist gut, aber nicht unbedingt nötig, wenn man den herrlichen circle trail entlang läuft. Von hier ist die Sicht in alle Richtungen die beste und man spart Geld.

Hong Kong Park:

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Gegenüber der Fuß-Station der Peak-Tram ist der Hong Kong Park. Hier, mitten im modernen Hong Kong, ist ein kleiner Urwald mit einer sehr schönen Vogelwelt, in welcher man exotischen Vögeln zum greifen nahe kommt.

Pferderennen im Happy Valley:

7b happy valley Racecourse

Ein ganz besonderer Abend! Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufregend sein kann sein Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Die Stimmung auf der Rennbahn direkt in der Stadt ist mitreißen. Allerdings muss man damit rechnen sein Geld zu verlieren. Auch wenn ich kein Profi bin: Pferdewetten hat sehr viel mit Glücksspiel zu tun!

Der Rückweg abends in der Doppeldecker-Tram kann sehr romantisch sein.

7c strassenbahn hk

Tai Chi:

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Tai Chi gehört zu China wie Baguette zu den Franzosen. In Hong Kong kann man, vor dem großartigen Hintergrund der Skyline von Hong Kong Island, 3mal die Woche kostenlose Tai Chi Kurse besuchen. Es gibt noch viele andere Kurse, zum grossen Teil kostenlos, die man in Hong Kong machen kann.

Avenue of stars :

7g skyline Die Skyline von Hong Kong Island ist schon tagsüber unglaublich, mit dem Hafen im Vordergrund, seinen unzähligen Wolkenkratzern und den bewaldeten Hügeln im Hintergrund, aber mit Beleuchtung, ganz besonders während der täglichen Lasershow, ist der Anblick noch einmal ein ganz anderer.

Tai O :

7i tai o

Hong Kong ist nicht einfach eine Stadt. In Hong Kong gibt es noch verschiedene kleine Dörfer, von denen wir das charmante Fischerdorf Tai O besucht haben. Hier kann man fabelhaften Fisch essen und durch Gassen bummeln, welche mit aufs Wasser gebauten Holzhäusern gesäumt sind. Bei einer Bootstour um und durch die Stadt haben wir tatsächlich Weiße Delphine im Wasser aufblitzen sehen.

Mac LeHose Trail:

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Auch für Wanderfreunde hat Hong Kong einiges zu bieten. Die New Territories sind durchzogen von verschiedenen, zum Teil 100 km langen, Wanderpfaden. Die einzelnen Teilabschnitte sind jeweils in einem Tag zu schaffen und in Kategorien unterteilt. „Einfach“ bedeutet dabei, dass man die ganze Zeit auf asphaltierter Straße läuft. Die Landschaft ist aber auch hier wunderschön und wenn man will, kann man sich auch durch das Dickicht schlagen und am steilen Ufer entlang laufen.

Wie schon gesagt ist China ein unglaublich grosses Land und es gibt vieles, dass wir gerne noch gesehen haetten: den Berg Huang Shan, die huebsche kleine Stadt pingyao, die schoenen Regionen im Sueden Chinas (Yunnan und Guizhou), den Yangzi Fluss mit dem Drei-Schluchten-Staudamm und natuerlich Tibet.

Fuer alle, die sich bis hierhin durchgekaempft haben noch der Hinweis, dass sich auch unsere Gallerie aktuallisiert hat. Da gibts mehr China-Bilder und noch mehr auf flickr.




Morgens im Park des Himmelspalastes

Die Zeit von 6 Uhr bis zur Mittagszeit ist eine ganz besondere im Park des Himmelspalastes. In dieser Zeit treffen sich hier die Chinesen um das zu tun, was ihnen Spaß macht, was ihnen gut tut und worin sie sich zu verbessern suchen.

Tai Chi im morgengrauen

Es herrscht eine ganz spezielle Atmosphäre, ohne dass es leise oder bedächtig wäre. Allgegenwärtig ist das Klatschen von Händen auf Händen,Schwertkaempfer ueben und philosophieren ueber die Kunst des Schwertkampfes Bauch oder Beine. Beim stehen, gehen und laufen, beim Tanzen oder sich unterhalten klatschen die Menschen sich auf den Körper um sich aufzuwärmen und die Ein alter Mann legt mal eben sein Bein auf einen Ast waehrend er plaudertLebensgeister zu wecken. Es ist eine so vielfältige Gesellschaft, die sich hier versammelt. Man findet Kartenspieler, Schwertkämpfer, Jogger (aber nur wenige), viele dehnen sich an Turngeräten auf “Spielplätzen” oder an einem Baum oder Geländer. Es wird Federball oder Fuß Federball gespielt. Einige Musizieren, und singen wie in der traditionellen chinesischen Oper, wobei jeder der mag einmal singen kann oder tanzen gemeinsam. Und überall sieht man Leute, die Tai Chi machen. Ob alleine oder in der Gruppe ist dabei Nebensache, jeder wie er mag. Überhaupt, scheint es die Leute hier absolut nicht zu stören, was andere machen oder denken könnten (wie bei diesem hier). Immer wieder hört man laute rufe “Haaaoo” oder ein schnelles “Hau. Hau.”. Wer sich hier hin kommt, scheint mit sich selbst im reinen zu sein. Ich wandele durch den Park und bin fasziniert. Ich wusste, dass hier morgens Sport gemacht wird, aber mit so einer Vielfalt hatte ich nicht gerechnet. Es ist wundervoll.

Aber richtig los geht es erst in dem Moment, als Maria und ich unsere Zurückhaltung ablegen und von Zuschauern zu Teilnehmern werden. In dem Moment als wir verstehen, dass wir hier einen Ort gefunden haben, an dem jeder an sich Unglaublich was er da macht. Er ist 73!!!arbeitet und es nicht schlimm ist, wenn man noch ein Lehrling ist. In diesem Moment übertreten wir eine unsichtbare Grenze zwischen den Touristen und den Einheimischen, in diesem Moment erleben wir den  Park des Himmelspalastes anders. Wir gehen auf den Spielplatz, legen unsere Sachen ab und fangen vorsichtig an unsere vom Reisen müden Knochen zu dehnen. Sofort kommt ein Chinese auf uns zu und zeigt uns Übungen, wie er sie macht. Ein bisschen macht er sich auch lustig über mich, weil ichHier kriege ich tips, wie ich mich besser dehnen kann so ungelenkig bin, aber nicht so, dass es mich stören müsste. Wir staunen über einen alten man der die wildesten Dehnübungen macht. Als er es bemerkt, zeigt er sie mir. Ich traue mich zunächst nicht, doch dann versuche ich es. Ich schaffe es. Einmal… Der alte Mann ist 73 und macht sie locker 5 mal am Stück. Als wir fertig sind mit dehnen,verabschieden wir uns und geraten gleich in die nächste Gruppe. Hackysack ist in Deutschland eine Trendsportart. In China wird es seit über 2000 Jahren gespielt und jeder spielt es vom Kind bis zur Oma. Nur haben die Chinesen keinen Reissack, sondern mit Federn bestückte Metallplatten und es heißt Jianzi. Unser laoschi (Lehrer) zeigt uns einige Tricks und freut sich, wenn wir etwas hinbekommen. Danach gehen wir noch etwas weiter, klettern ein wenig, machen Situps und uns tun die Touristen leid, die es nicht geschafft haben die unsichtbare Grenze zu überschreiten. Hoffentlich geling uns dieses Kunststück noch öfter. Es ist in China sehr schwierig als Reisender kein dummer Tourist zu sein.

Junge und alte Frauen Tanzen mit dem Faecher Die Chinesen lieben es gemeinsam zu tanzen