Aircon-City Singapur

Als standardmäßig alternativer Durchschnittsbackpacker sollte man Singapur eigentlich so schnell wie möglich verlassen. Schließlich ist man ja auf der Suche nach Kultur, Freiheit und Authentizität und reist nicht bis nach Asien, um auch hier wieder nur Kommerz zu finden.

Aircon-City Singapur

Tatsächlich macht mir Singapur ein wenig Angst. Es ist wie eine real gewordene Zukunftsvision aus einem Sience-Fiction Roman der 70er Jahre. Alles ist sauber, fast steril. Die Menschen sind schick, gestresst und diszipliniert. Alles scheint anonym und funktional. Und über all dem wacht die Regierung und sorgt sich streng und liebevoll um die Perfektionierung der Perfektion.

Natürlich wird alles genau kontrolliert. Hier nur ein paar Beispiele. Der Besitz (!) von Kaugummis ist strengstens verboten: wir haben Thomas kennen gelernt, Singapur das heisst auch hohe Strafen für fast allesder das nicht wusste. Er geriet bei seiner Ankunft ziemlich mit dem Zollbeamten in Konflikt, als der beim Abtasten Kaugummis gefunden hatte. Thomas dachte der Beamte halte sie für Medikamente und hat sie ihm wieder aus der Hand gerissen und zurück in die Hosentasche gesteckt, woraufhin der Beamte dann völlig ausgerastet ist. Es ist also ein wirklich seriöses Delikt, der Kaugummibesitz.

Auto fahren ist in Singapur nur etwas für die ultrareichen. Man muss zuerst eine der wenigen Lizenzen ersteigern, Kostenpunkt etwa Moderne Wolkenkratzer in Singapur40.000 Euro, je nach Angebot und Nachfrage. Dazu kommen 120% Einführgebühr. Das ist auch der Grund dafür, dass die Straßen Singapurs fast leer und unglaublich ruhig sind. Das Smogproblem der meisten Großstädte wurde in Singapur gelöst. De Facto kostet ein Auto in Singapur also grob dreimal soviel wie bei uns. Als Ausgleich ist das öffentliche Verkehrsnetz supergut und superbillig. Man muss nur daran denken, keine Durian Frucht (groß, stachelig und unbeschreiblich penetrant stinkend) mit in die Metro zu nehmen. Das würde nämlich 500 Singapur-Dollar Strafe kosten. Und wirklich: für jeden noch so kleinen Verstoß gegen das strenge Gesetz gibt es extrem hohe Strafen: rauchen, spucken, urinieren etc., aber atmen ist zum Glück noch umsonst. Ach ja, Todesstrafe durch Erhängen gibt es auch noch (genau, so wie in Lucky Luke, nur ohne Teeren und Federn) falls jemand ein kleines Packet mit weißem Pulver in deinem Gepäck versteckt hat.

Pagode st. - chinesischer Flair im modernen Singapurmerlion-statue, das Wahrzeichen Singapurs

Der Konsum, der Kommerz, das westliche Lebensmodel ist in Singapur fast bis zur Perversion getrieben. Man fühlt sich fast schuldig, wenn man nicht mit einem guten Dutzend Einkaufstaschen rumläuft. Dabei ist es leicht von Shopping-Mall zu Shopping-Mall, von Aircon zu Aircon zu wandern, ohne je den Himmel zu sehen. Man steigt in die klimatisierte Metro und kommt gleich unter der klimatisierten Mall an, ohne in die unangenehme Hitze hinaus zu müssen. Die Bürgersteige draußen sind dafür leer. Alle Singapurer kratzen an den Wolken oder befinden sich unter der Erde. Sie fahren zur Arbeit, essen im klimatisierten Foodcourt, fahren zurück zur Arbeit, um dann intensiv Shopping einer der Malls zu zelebrieren. Davon gibt es in Singapur übrigens über 140 (ja, ich war so verrückt und habe tatsächlich gezählt -> http://www.shopping.sg/about-singapore/singapore-shopping-malls)

Esplanade moderne Shopping-Mall in Singapur

Ich nenne Singapur liebevoll „Aircon-City“. Liebevoll? Ja!

Denn ich habe es auch genossen. Singapur ist nämlich nicht nur das, was man von ihr erwartet. All die gestylten und gehetzten Geschäftsleute bleiben Menschen. Und zu eigentlich jeder Tages- und Nachtzeit findet man diese buntgemischte Masse beim genüsslichen Essen in Foodcourts und Straßenrestaurants. Hier findet man alles (wirklich absolut alles) an kulinarischen Träumen. Und obwohl Singapur verhältnismäßig teuer ist, bleibt das Essen preiswert.

Suntec Mall Foodcourt

Moderne Singapurer beim Essen im Strassenrestaurant

Und direkt neben High-Tech und Wolkenkratzern findet man einen kleinen chinesischen Tempel oder gebrannte Bollywood Musik. Man muss halt manchmal auch noch um die nächste Straßenecke gehen oder durch eine kleine Gasse. Im Schatten vieler Wolkenkratzer versteckt sich irgendetwas Unerwartetes. Die Mischung Singapurs ist großartig. Auch einzigartig. Zur malaiischen Vielfalt kommen hier nämlich noch Ausländer von quasi überall her.

Indischer Sri Mariamman Tempel im Schatten von Wolkenkratzern Kong Meng San Pho See Kark  Monastery - ein chinesischer Tempel

Und Singapur ist kein brüllendes, ermüdendes Moloch. Singapur ist nicht Kuala-Lumpur Singapore Slingund auch nicht Hongkong. Singapurs Straßen sind wirklich unglaublich ruhig. In Singapur kann man sich tatsächlich erholen. Hier kann man futuristische Architektur an der Esplanade genießen, ein Theater in Form einer Durian und vor allem der Hotelkomplex mit Kasino Marina Bay Sands, ein Boot auf drei Wolkenkratzern mit einem Schwimmbad in 191 m Höhe, ist beeindruckend. Der Zoo von Singapur - weisser TigerAuch Kultur ist überall zu finden: Das asian civilisation museum ist sehr schön, das buddha tooth relic temple & museum ist ein modernes Gebäude und soll einen echten Zahn Buddhas beherbergen. Abends kann man kostenlose Konzerte hören oder einen der berühmten Singapore Slings im Raffles Hotel bei stilvoller Livemusik schlürfen. Einen Tag sollte man unbedingt für den Singapurer Zoo einplanen und auch Shopping in der Orchard Road darf nicht fehlen. Für all das muss man mindestens 3 Tage rechnen.

Marina Bay Sands - reale zukunfts Architektur in Singapur

In jedem Fall aber ist Singapur ein Kontrastprogramm. Wenn man direkt aus Europa kommt wirkt es fremd. Wenn man wie wir seit Monaten in Asien war, ist es fürchterlich leise und wenn man hier wohnt hat man Moderne und Tradition Tür an Tür.

Die vier Sprachen Singapurs

In Singapur werden vier Sprachen gesprochen: chinesisch, englisch, malaiisch und indisch. Und es gibt Mischungen! Die Regierung versucht "Singlisch" zu verbieten.

Unsere Unterkunft in Singapur:

Unser Hostel in Singapur: backpackers cozy corner Es war nicht leicht, eine bezahlbare Unterkunft zu finden und da, wir erst um 23:30 Uhr angekommen sind, hatten wir schon im Voraus das Backpackers Cozy Corner für 13 Dollar pro Person reserviert. Unsere Dormbetten befanden sich… im Flur! Es gab also nicht einmal eine Tür. Als ich auf die Dachterrasse wollte, fand ich keinen Garten, sondern weitere Betten. Unter freiem Himmel. Es gibt also schlimmeres, als den Flur. Und rate mal, wo das Wohnzimmer war! In der Toilette… Sie haben den Platz wirklich optimal ausgenutzt, muss man zugeben.




Der kulinarische Wahnsinn Asien

Verurteile uns nicht. Das, was in Asien normal ist, scheint bei uns verrückt und was wir machen verstehen die Asiaten nicht. Wir haben auf unserer Reise vieles gegessen, was wir nicht kannten und manches, was dich schockieren könnte. Aber auch ungewöhnliche Erfahrungen gehören beim Reisen mit dazu.

Froschschenkel (Hanoi, Vietnam): Tja, nicht in Frankreich sondern in seiner ehemaligen Kolonie Vietnam haben wir diese Spezialität zum ersten mal probiert. Die Schenkel waren paniert und wurden mit scharfer Soße serviert. Frosch-Fleisch ist ungemein zart und hat seinen ganz eigenen Geschmack. Wirklich deliziös!

Froglegs Frogleg

Krokodil (Siam Reap, Kambodscha und Saigon, Vietnam): Krokodile haben ein weißes Fleisch ohne Fett, welches vom Geschmack her an Fisch erinnert, aber die Konsistenz von Putenschnitzel hat. Sowohl gegrillt in Kambodscha als auch in einer Frühlingsrolle zubereitet in Vietnam, hat es immer unseren Gaumen erfreut.

Crocodile

Hundertjähriges Ei (Nanjing, China): Diese Eier werden vor dem Servieren 100 Tage lang gammeln gelassen und sind glitschig dunkel grün. Wir hatten uns beim Lesen über China geschworen sie nicht zu essen und haben sie nur versehentlich probiert, als wir eigentlich einen Dessert bestellen wollten (sowas passiert einem in China andauernd). Der Geschmack ist unbeschreiblich widerwärtig. Wir konnten es nicht zu Ende essen.

hundred years old egg

Maden (Bangkok, Thailand): In Bangkok habe ich einen Bambus-Wurm probiert. Maria hasst alle Arten von Würmern, Raupen, Maden etc. Auch für mich war Überwindung gross, aber eigentlich isst es sich wie Popcorn oder Puffreis mit dem Geschmack von Omelette.

Bamboo worm

Ratte (Can Tho, Vietnam): Es waren (hoffentlich) keine Kanalratten, die wir gegessen haben. Auf den Märkten in Südvietnam kann man lebende Ratten im Käfig kaufen und sie werden noch vor Ort enthäutet. Auf dem Teller – glaubt es oder nicht – macht sich eine gegrillte Ratte ganz gut. Und der hervorragende Geschmack erinnert an sehr zarte Hähnchenflügelchen.

Peeling a rat at the market

Tasty rat leg Rat!

Vogelspinne (Kambodscha): Bei einem Halt an einem Busbahnhof irgendwo zwischen Siem Reap und Phnom Penh, haben sich die Kambodschaner, die mit uns gefahren sind, auf einen Stand mit Vogelspinnen gestürzt und ganze Tüten davon gekauft. Die Verkäuferin hatte sogar zur Deko eine lebende Spinne über ihr T-Shirt laufen. Also kamen auch wir nicht drum herum Vogelspinne zu probieren. Sie hatte den Geschmack von Fisch-Chips. Die Beine waren schön knackig, nur der Hinterleib war weniger lecker.

Will he eat the spider Maria eating a Tarantula

Hund (Hanoi, Vietnam): Verzeiht uns, Hundefreunde, aber vielleicht tröstet es euch zu hören, dass keine beliebigen Hunde gegessen werden, sondern nur eine speziell gezüchtete Rasse. Sie sind eine Delikatesse im Süden Chinas und im Norden Vietnams und man braucht keine Angst zu haben, versehentlich Hund zu essen, wenn man eigentlich Rind bestellt hat. Wir mussten sehr lang außerhalb von Hanoi suchen um ein Restaurant zu finden, das Hund serviert und als wir endlich dort waren hatte es schon geschlossen. Erst am nächsten Abend hat es dann geklappt. Das Lokal war ein einziger großer Raum mit alten, niedrigen Tischen und Matten zum sitzen. Es gab keine Dekoration und das ganze war nicht sehr einladend. Wir waren die einzigen Kunden und haben uns sehr seltsam gefühlt. Eigentlich waren wir nicht ganz in der richtigen Zeit dort. Man muss wissen, dass die Vietnamesen Hundefleisch nur zum Ende des Mondkalenders, für gutes Glück essen. Am Anfang des Monats würde es Unglück bringen. Wir waren in der Mitte des Monats dort, so dass es mit dem Glück noch gerade so ging. Nun, wir hatten etwas Probleme mit der Kommunikation mit dem Kellner und waren uns nach dem Bestellen nicht so recht im Klaren über die Menge und den Preis. Wir haben letztlich ein Menu für 180 000 Dong mit drei Tellern bestellt: Frühlingsrollen mit Innereien und Erdnüssen, Scheiben vom Schenkel und Spießchen. Nach einigen Momenten des Zögerns… haben wir es gegessen. Das ganze war nicht sehr gut zubereitet, das Fleisch schien nicht von besonderer Qualität und war zäh und fettig, aber der eigentliche Geschmack war sehr, sehr stark und mit nichts sonst vergleichbar. Sehr interessant!

thit cho!

Kobra (Hanoi, Vietnam): Le Mat ist ein Schlangen-Dorf etwas außerhalb von Hanoi mit einigen hübschen Restaurants. Wir hatten in Kambodscha schon Schlangenfleisch probiert gehabt und damals war es sehr zäh gewesen. In Le Mat war es anders. Zuerst einmal ist es ein wahrer Tapferkeitsakt. Der Koch tötet die Schlange vor deinen Augen, reißt ihr das noch schlagende Herz raus und gibt es in ein Glas mit Schnaps.

Preparing of a snake meal

Dann gibt er das Schlangenblut in ein anderes Glas und füllt zwei weitere Glaeser mit einer grünen Flüssigkeit (vermutlich Galle oder so). Ich durfte das Glas mit dem noch schlagenden Herz trinken und Maria das Blut. Ex und weg und geschafft war es. Das Herz schlägt tatsächlich noch auf deiner Zunge und du spürst es die Speiseröhre hinab rutschen. Auch das Blut hat gar nicht schlecht geschmeckt, aber der grüne Saft war ekelhaft. Danach bereitet der Koch 8 verschiedene Gerichte zu. Dabei wird nichts verschwendet. Jeder Teil der Schlange (abgesehen vom Kopf) wird verwertet: Fleisch, gemischte Frühlingsrollen, knusprige Schlangenhaut, gestampfte Knochen mit gemahlenen Nüssen und Innereien etc. Abgesehen vom letzten hat uns alles hervorragen geschmeckt. Für dieses üppige Mahl haben wir statt 600 000 Dong nur 400 000 Dong für eine kleine Kobra bezahlt. Das war es definitiv Wert.

8 delicous kobra dishes - everything from skin to the bone

Drinking the blood of a King Kobra

Es gibt in Asien noch unzählige weitere Undenkbarkeiten zu essen. In Laos zum Beispiel kann man Hühner Embryonen oder ganze Kröten am Spieß essen, in China Skorpione und quasi alle möglichen Organe von allen denkbaren Tieren, in Thailand Kakerlaken usw. Aber auch schon gewöhnlichere Speisen, wie Kuhmagensuppe oder Algen-Basierte Erfrischungsgetränke können einen an die Grenzen des ertragbaren bringen. Die Asiaten haben einfach die Fähigkeit entwickelt alles zu essen, was irgendwie verdaulich ist. Wie viel man davon probiert, dass muss jeder für sich selber entscheiden. Aber die meiste Zeit über kommen in Asien Reis, Hähnchen, Nudeln und diverse Gemüse auf den Tisch. Alles, was wir oben beschrieben haben sind Spezialitäten oder Snacks für Gourmets.

Guten Appetit!




Unsere Reise durch Nordthailand

Endlich zurück im Schosse der Zivilisation! Wir haben das Chaos Indiens hinter uns gelassen und wurden von Thailand mit offenen Armen und einem strahlenden lächeln empfangen. Alles in Thailand hat unser Herz zum leuchten gebracht: die liebenswerten Menschen, die gute Organisation, die modernen Verkehrsmittel, das großartige und extrem würzige Essen und unglaublich vieles zu entdecken.

Marias Schwester Sonia ist nach Bangkok gekommen und wir haben gemeinsam drei wundervolle Wochen im Norden Thailands verbracht. Sie hat zwar eine andere Art zu reisen, bequemer, teurer, aber außer ein paar kleinen Streitereien in den ersten Tagen war das kein Problem. Außerdem hat es uns geholfen einen Gang runter zu schalten. In drei Wochen Thailand haben wir drei Städte besucht: Bangkok, Ayutthaya und Chiang Mai.


In Bangkok hatten wir uns erst mal im hübschen und sehr persönlichen first nights in the bamboo guesthouse, 3 in a room Bamboo Guesthouse ein Zimmer zu dritt geteilt. Für extrem wenig Geld gab es zwar W-Lan, aber leider kein eigenes Bad und nur Duschen mit kaltem Wasser (bei 30°C im Januar), außerdem war grade Paarungszeit bei den Katzen der Gegend und wir hatten nicht genügend Pantoffeln im Gepäck, so dass wir Sonia am nächsten Tag ins New Siam Guesthouse gefolgt sind, wo sie eine Klimaanlage genießen konnte und wir alle näher am Nachtleben Bangkoks waren. In nur zwei Minuten kamen wir zur Khao San Road, der berühmten Touristen Meile Bangkoks. Hier ist praktisch alles möglich. In der Straße mit Unmengen an Bars und Restaurants und Massen an trendigem Schnick-Schnack kann man sich gehen lassen und auch im Bikini-Oberteil fällt man nicht besonders auf.

Khao San Road

Für eine schier unendliche Auswahl an Souvenirs sollte man den Chatuchak Markt (Weekend Market) besuchen und sich dafür ruhig mehr als nur einen halben Tag Zeit nehmen. Hier ist uns eine lustige Kleinigkeit passiert: während unseres Besuches blieben auf einmal alle Menschen um uns herum stehen. Wie bei dem Kinderspiel „Donner, Wetter, Blitz“ oder wie bei einem riesigen Flashmob waren wir plötzlich von erstarrten Thais umgeben. Ungläubig blickten wir uns um. Irgendwann bemerkten wir, dass im Radio gerade die Nationalhymne gespielt wurde. So wurden wir Zeugen eines Phänomens, dass täglich zweimal in Thailand stattfindet.

Aber Bangkok hat mehr zu bieten als nur Party und Shopping. Selbst neben den wunderschönen Tempeln Wat Pho und Wat Arun sticht der Tempel des Smaragd-Buddha, Wat Phra Kaew, hervor. Er ist das bezauberndste und verspielteste, wenngleich übertriebenste und überladenste Bauwerk, dem wir bisher begegnet sind. Wir haben sie geliebt, all die verrückt glitzernden Farben, Figuren und Formen. Einzigartig!

Wat Phra Kaew

Und nach einem langen Tag auf Bangkoks Straßen gibt es nicht besseres, fish spaals eine ausführliche – und verdammt günstige – Massage, die man direkt auf der Straße oder in schicken Salons genießen kann. Dabei gibt es sanfte Formen oder die echte Thaimassage , bei der man von den Masseuren mit Freude, spitzen Knien und Ellenbogen gequält wird, dass man manchmal schreien möchte. Zum guten Schluss wird man solange in unmöglichen Positionen gestreckt, dass einem die Tränen in die Augen steigen. Blauen Flecken sind gratis mit dabei. Wem das alles noch zu langweilig ist, der kann sich die Füße in einer Fisch-Spa massieren lassen. Dabei schwimmen hunderte kleiner, hungriger Fische (keine Piranhas) in einem Becken, in dass man seine Füße taucht. Sofort beginnen sie mit der Arbeit und knabbern einem den Dreck von den Füßen. Wir haben es für fünf Minuten getestet. Zumindest die ersten beiden Minuten kann man nicht anderes machen als zu kichern. Extrem spaßig!

Weniger lustig aber genauso interessant ist es, einmal zum Nationalsport der Thailänder zu gehen, zum Thai-Boxen. Da hier nicht nur mit Fäusten, sondern auch mit Tritten gekämpft wird, ist es viel technischer und interessanter als normales Boxen. Auch wenn es unverschämt teuer ist haben wir uns die besten Plätze direkt am Ring geleistet (ca. 50 Euro) um die Tritte wirklich sehen zu können und den ein oder anderen Schweißtropfen abzubekommen.

Thai Boxing

Es gibt eine Million Dinge zu erleben in Bangkok, aber es ist halt eine gigantische Metropole und so wollten wir nach einer Weile lieber weiter ziehen um auch eine andere Seite Thailands kennen zu lernen.

Nur 2 Busstunden nördlich von Bangkok liegt das kleine Ayutthaya. Die ehemalige Hauptstadt Thailands ist unbeschreiblich reich an kulturellen Vermächtnissen. Am besten mietet man sich ein Fahrrad und erforscht die unzähligen Tempelruinen auf eigene Faust.

Sonia & Maria on a bicycle

Genau das haben wir zwei Tage lang gemacht und waren dabei auch auf einem schwimmenden Markt. Zwar handelt es sich nicht um einen authentischen Gemüsemarkt, aber die Mengen an einheimischen Touristen wissen, wofür sie her kommen: das Essen ist lecker, billig und wahnsinnig vielfältig. Am dritten Tag haben wir dann die Fahrraeder, die uns in der Hitze ziemlich zum schwitzen gebracht haben, zur Seite gestellt und eine Tempeltour mit dem Boot unternommen. Unsere lieblingstempel waren Wat Lokaya Sutha,Wat Phra Mahatat, Wat Phanan Choeng und Wat Chaiwatthanaram. Aber ganz ehrlich, selbst in drei Tagen hatten wir nicht die Zeit alle Tempel der Stadt zu besichtigen.

Wat Phra Mahatat

In der Nacht dann haben wir den Zug nach Chiang Mai genommen. Die Schlafzüge Thailandsnight train to chiangmai sind wahrlich Komfortabel. In der zweiten Klasse gehören ein Bett mit Bezug, eine dünne Decke (ein zusätzlicher Schlafsack kann praktisch sein) und ein Kissen zur Ausstattung und selbst einen Vorhang gibt es, so dass man fast das Gefühl hat, alleine in seinem Bett zu liegen. Selbst Sonia konnte schlafen wie ein Baby in der Wiege. Wir können euch den Nachtzug in Thailand wirklich nur ans Herz legen, aber bucht, wenn möglich, eine gute Woche im Voraus!

Unsere letzte Station in Nordthailand war Chiang Mai. Eindeutig der Ort, an dem wir uns bisher am wohlsten gefühlt haben. Hier liegt eine sehr entspannte Atmosphäre in der Luft, es gibt tolles Essen, eine Vielzahl an Aktivitäten, kulturelles Program und eine wunderschoene Landschaft in der Umgebung. In unserem Guesthouse, dem Pagoda Inn, haben wir einen ein paar andere Reisende getroffen: Jens (Deutscher), Taylor (Kanadier), Sara (Amerikanerin) und Myriam (Belgierin). Sie alle sind uns schnell ans Herz gewachsen und waren ein bisschen wie eine Familie für uns. Stundenlang saßen wir im, von aggressiven Mücken besetzten, Garten des Pagoda Inn und haben über Gott und die Welt gequatscht.

Sara, Myriam, Taylor, Pagoda Inn

Die Guesthouse-Küche war hervorragend und original thailändisch-scharf. Überhaupt sind das Essen, die Früchte und Shakes in Chiang Mai enorm gut, vielfältig und preiswert. All das (bis auf die Moskitos) hat uns insgesamt fast zwei Wochen in Chiang Mai gehalten. Ein Luxus, den wir umtriebigen Globetrotter uns sonst nicht gönnen.

Das beste Hostel Nordthailands

Ah, so viele Chillies auf dem Küchentisch unseres Guesthouses. Hilfe!

Das, was man in Chiang Mai nicht verpassen darf sind der Nachtmarkt und besonders der Sonntagsmarkt. Hier gibt es noch mehr Souvenirs und Krims Krams zu kaufen als in Bangkok, aber von besserer Qualität als in China, Indien oder Indochina. Allein hierfür lohnt sich ein Wochenend-Ausflug nach Thailand. Außerdem gibt es einen herrlichen goldenen Tempel auf dem Berg Doi Suthep, den man sich unbedingt ansehen muss. Weniger Pompös als in Bangkok, aber mit unheimlich vielen verschiedenen und originellen Buddha Statuen und einer sehr religiös-geschäftigen Stimmung (Video).

Tempel on Doi Suthep, Chiang Mai

Für alle Liebhaber thailändischer Küche (was eigentlich jeder sein muss, dem Essen einigermassen Spaß macht) empfiehlt sich in Chiang Mai auch ein Kochkurs. Thai dancing showMmh... Maria cooked Chiang Mai noodle very wellMaria hat zusammen mit Myriam einen bei Baan Thai Cooking für 700 Baht (~17 Euro) gemacht. Zuerst haben sie einen Markt besucht um die Zutaten einzukaufen und sich dann vier Rezepte aus einer Auswahl thailändischer Spezialitäten ausgesucht, welche sie selbst kochen und anschließend verputzen durften. Danach waren sie beide glücklich bis oben hin vollgestopft. Im Preis inbegriffen ist auch ein Kochbuch mit den Rezepten, so dass Maria jetzt echt thailändisch kochen kann! Thailändisch tanzen kann sie außerdem auch, hat sie doch einen Abend eine Tanzshow mit Dinner besucht. Björn war in der Zeit vier Tage lang mit seinem neuen Kumpel Jens auf dem Motorrad unterwegs, um das Umland Chiang Mais zu erkunden. Diesem Erlebnis haben wir  einen eigenen Artikel gewidmet.

Maria in the cooking class

Und auch über den, für unsere ganze „Familie“, aufregendsten Teil unserer Zeit in Chiang Mai, unser Trekking durch den Dschungel, schreiben wir in einem eigenen Artikel.

Insgesamt ist Thailand bisher das Land, welches am leichtesten zu bereisen war. Es ist ein stabiles, hoch entwickeltes Land, das dennoch seine Traditionen beibehalten konnte. Dazu hat es tolles Wetter, unbeschreiblich freundliche Menschen, mit denen man leicht in Kontakt kommen kann, beste Küche und niedrige Preisen. Thailand ist aktuell eines der besten Urlaubsländer, die man sich nur vorstellen kann. Und das können wir schon sagen, bevor wir die Strände des Südens gesehen haben!

Ghosthouse
Animalistischer Kult: in Thailand sieht man überall Geisterhäuser. Dort werden den Geistern Essen und Trinken geboten (hier Fanta), um sie vom eigenen Wohnhaus fern zu halten.




Hähnchen Curry aus Indien

In Udaipur haben wir einen Kochkurs gemacht und mit G2, bei dem wir im Guesthouse gelebt haben, ein Chicken Curry zubereitet. Das Rezept ist eines der beliebtesten in Indien und vermutlich haben wir an diesem Abend das beste Hähnchen unseres Lebens gegessen!

Da wir so unglaublich großzügig sind geben wir euch unser Geheimwissen weiter. Gebt uns Rückmeldung, ob es geklappt hat (wenn nicht ist es natürlich nicht unsere Schuld!):

Zutaten:

1e kleine Knolle Knoblauch

8 kleine rote Zwiebeln

3 cm Ingwer

Leitungswasser

2 EL Öl

halbe Stange Zimt

8 Körner schwarzer Pfeffer

1 frisch geschlachtetes Hähnchen

Currymischung:

1,5 ELChillipulver

2,5 EL Korianderpulver

1/4 EL Tagameg (ich weiß selber nicht was das genau ist, oder ob ich es richtig geschrieben habe. G2 hat es uns nur gesagt. Er kann englisch weder lesen noch schreiben. Also sucht beim Fachinder danach oder lasst es halt weg.)

~1,5 EL Salz (nach belieben)

1 TL Fleisch Masala Puder

1 TL Garam Masala (danach solltet ihr schon suchen)

Wenn ihr das Curry nicht selber machen wollt, sondern das deutsche Fertig-Curry nehmt, seid ihr echt selber Schuld.

Die Basis vieler indischer Rezepte ist eine Paste. Für diese muss man zunächst die kleine Knolle Knoblauch schälen, 8 kleine rote Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden (nicht aufgeben, der Rest wird netter) und 3 cm Ingwer grob schälen und in Scheiben schneiden.

Das Knoblauch, ein drittel der Zwiebeln und den Ingwer mit 1-2 Gläsern Wasser im Mixer pürieren, bis es eine schöne feste Paste gibt.

In einem Topf 2 Esslöffel Öl erhitzen und die halbe Zimtstange, 8 Körner schwarzer Pfeffer und den Rest der Zwiebeln unter Rühren rösten, bis die Zwiebeln braun sind. Die Currymischung und die Paste zufügen und bei hoher Flamme und unter ständigem Rühren kochen.

ca. 1/2 Liter Wasser in den Topf geben und etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Die Currysoße ist fertig, wenn das Öl an die Oberfläche kommt. In der Zeit könnt ihr schon mal mit dem Chapati-Teig anfangen.

Das frisch geschlachtete Huhn in den Topf geben, gelegentlich umdrehen und bei geschlossenem Deckel kochen lassen, bis das Fleisch gar ist. Bravo, das schwierigste habt ihr hinter euch.

Hier nun das Chapati-Rezept. Chapatis sind einfache dünne Fladenbrote, die in ganz Indien gegessen werden.

Chapati:

Zutaten (für 6 Chapatis)

Wasser

~1/2 Kg Mehl

1e Priese Salz

1-2 Glaeser Wasser in eine Schüssel geben. Dazu kommt ca. 1/2 Kg Mehl und eine Priese Salz. Den Teig gut kneten und je nach Konsistenz Wasser oder Mehl zugeben, bis der Teig etwas matschig ist. Dann kann man ihn zu einer Kugel formen und lässt ihn für ca. 30 Minuten liegen.

Nach dem ruhen wird der Teig erneut geknetet, solange, bis er nicht mehr feucht ist.  Man nimmt 1/6 vom Teig, bestreut ihn mit etwas Mehl und formt ihn zu einer flachen Kugel. Diese wird auf ca. 10 cm ausgerollt, so dass sie schön gleichmäßig dick ist. Der Fladen wird dann ganz dünn auf 15-20 cm vergrößert. Dabei muss man aufpassen, dass der Teig nicht reißt.

Eine Pfanne ohne Öl erhitzen und den dünnen Chapati-Fladen ca, 1 Sek anbraten, dann umdrehen und braten, bis beide Seiten braune Stellen haben und das Chapati aufgeht. Die Kunst dabei ist den Moment zu treffen, an dem das Chapati schön braun ist, aber noch nirgendwo schwarz. Das fertige Chapati hat große Luftblasen. Diese lässt man am coolsten raus, indem man zwei gebratene Chapati gegeneinander drückt. Fertig ist das (hoffentlich leckere) Hähnchen Curry.

In Indien wird normalerweise ohne Besteck, direkt mit den Händen gegessen. Jeder bekommt eine Schüssel mit Chickencurry und dippt das Chapati in die dickflüssige Curry-Soße.

Auf die Art bekommt man das beste Indien-Feeling.

Guten Appetit und viel Spaß beim Essen wünschen euch

Maria und Björn




Oh mein Gott, wir sind in Peking

Das Highlight unserer Reise bisher: exotisch, aufregend und imposant. Das wahre Asien. Peking hat uns überrascht, in seinen Bann gezogen und schockiert.



Peking ist eine saubere Stadt, groß, schön, exotisch, traditionell und modern. Unzählige Tempel und Parks gilt es so entdecken. Wir waren 10 Tage dort und wollten nicht wieder gehen.

Das erste Highlight war (wie erwartet) das Essen. Kaum in Peking angekommen sind wir natürlich gleich eine Pekingente essen gegangen. Sie wird vor deinen Augen in zarte Scheiben geschnitten und mit Pfannkuchen und Schnittlauch gegessen. Aus den Resten wird zum Abschluss noch eine Suppe gemacht. Köstlich! Wenn man zu mehreren isst, bestellt jeder was ihm gefällt und alles wird in der Mitte des Tisches serviert und geteilt, so dass jeder von allem probieren kann. Manchmal gibt zum leichteren Teilen auch eine Drehbare Platte in der Tischmitte. Das zweite Highlight waren die Supermärkte, was man so eigentlich nicht erwartet. Dort findet man kaum Zutaten zum kochen, sondern nur Süßigkeiten, Trockenfruechte, Fertignudeln in allen Varianten, Vakuum-verpackte gebratene Enten, Limonaden und Wasser.

Weiter haben uns unsere Schritte zu den Souvenirs geführt. In diesen Momenten ist es schwer ein Backpacker zu sein, es gibt zu viel schönes, das man kaufen möchte, so viele Versuchungen. Genau wie beim Essen: am Anfang möchte man am liebsten alles probieren!

Und dann kam der Schock. Angekommen auf dem Nachtmarkt habe ich das gesehen wovon jeder schon gehört hat. Aber die Realität ist ganz anderes als die Theorie! Hier gibt Spieße in allen Varianten. Manche mit Lamm oder Tofu andere mit Salamandern, kleinen Vögeln, Embryos, Käfer, riesige Skorpione und das heftigste: lebende Skorpione, die aufgespießt den ganzen Tag darauf warten gegrillt zu werden (hier das Video). Wir haben nichts davon gegessen sondern nach etwas normalem gesucht. Wir waren zu schockiert. Nudeln findet man leicht, und dazu gab es etwas, dass wir für Tintenfisch-Arme gehalten haben. Es hat scheußlich geschmeckt und erst drei Wochen später haben wir herausbekommen, dass es Kuhmagen war. Ekelhaft. Also ja, die chinesische Küche. Sie kann viel besser und viel schlechter sein als in einem chinesischen Restorant bei uns. Aber in jedem Fall ist sie anders.

Und die Chinesen. Ja, ja. Sie selber sind eine Sehenswürdigkeit. Und während der einzigen Woche in der alle Chinesen frei haben, konnten wir sie wahrlich in Massen beobachten. Sie waren einfach überall, wie Ameisen. Die Parks, die eigentlich zum entspannen und meditieren gedacht sind, waren voll von Gruppen kleiner Ameisen. Jede Gruppe hat ihre eigenen Hüte (schön rot oder rosa, damit sie auch von weitem zu sehen sind) und der Guide hat eine Fahne in der Hand und ein Mikro am Mund. Dabei versucht jeder Guide lauter zu sprechen als sein Nachbar. Einmal, in einem Park, haben wir einen chinesischen Touristen gesehen, der arme hatte alleine die ungeteilte Aufmerksamkeit des Guides und dieser hat wie verrückt in sein Mikro geschrien, nur 2 cm vom Ohr des Touris entfernt. Es gab für ihn keine Chance zu entkommen. Maria und ich lagen am Boden vor lachen.

Die Chinesen sind gerne kitschig. Sie kaufen alle möglichen Souvenirs wie blinkende Statuen, Spielzeuge und Kanevalshuete und überall spazieren sie mit kleinen chinesischen Flaggen umher. Die Chinesen in den nationalen Ferien sind wirklich die absoluten Touristen. Viel mehr als wir. Sie machen Fotos von allem und jeden, auch manchmal von uns. Und das in der Hauptstadt! Außerdem sind sie extrem neugierig. Wenn wir etwas lesen oder ein Foto machen, kommen sie und wollen genau wissen, was wir machen und einmal hat uns jemand sogar unseren Reiseführer aus der Hand genommen und darin geblättert. Aber anstatt zu fragen hat er uns freundlich angelacht. Ein anderes mal wurde ich fast von einem Mofa angefahren, aber der Fahrer musste sich nicht entschuldigen. Stattdessen hat er wieder nett gelacht, so dass man mit lachen musste und nicht wirklich sauer werden konnte. Die Chinesen lachen sehr viel und gerne und in fast jeder Situation.

Die Händler sind hemmungslos. Sie rufen nach dir und fassen dich an. Einer hatte eine besonders raffinierte Strategie entwickelt. Er stand mitten auf dem Gehweg um Werbung für sein Geschäft zu machen und zu rufen wie alle anderen, aber wenn du in seiner Nähe vorbei gegangen bist hat er dir ein Bein gestellt um deine Aufmerksamkeit noch mehr auf sich zu ziehen. Maria währe ihm fast zu Füssen gelegen.

Auch sind die Chinesen, besonders in Peking, ausgesprochen hilfsbereit, manchmal sogar zu sehr. Ganz im Gegensatz zu Moskau versuchen sie dir zu helfen, auch wenn sie nur ein paar Wörter Englisch sprechen können. Wenn du einen Stadtplan öffnest, kommt vermutlich bald jemand, der dir seine ehrliche Hilfe anbietet. Wow, so habe ich Hilfsbereitschaft noch nie erlebt. Und wenn du nach dem Weg fragst und er ihn nicht kennt, dann belässt er es nicht dabei, sondern fragt alle anderen auf der Straße, oder ruft jemanden an (wie der Telefonjoker bei wer wird Millionär) Die, die kein Englisch können geben auch nicht auf, sondern benutzen entweder einen Handy-Wörterbuch oder rufen jemanden an der besser Englisch kann als sie. Ein Mädchen wollte uns einmal so sehr helfen, dass sie nicht nur alle Leute angesprochen hat, sondern auch unser Ziel auf dem GPS ihres Handys eingegeben hat und eine viertel Stunde mit uns in die entgegengesetzte Richtung gegangen ist in die sie eigentlich wollte. Sie (und wir) haben das Ziel auch erreicht.

Insgesamt ist Peking eine unglaubliche Stadt mit unglaublichen Einwohnern.