Posts Tagged ‘Asien’

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Bali. Was hat diese Insel so besonders? Warum kennt jeder den Namen Bali und wie kommt es, dass dennoch viele nicht wissen in welchem Land es sich eigentlich befindet?

Vielleicht liegt es daran, dass Bali so ganz und gar anders ist als der Rest von Indonesien. Man fühlt sich hier wie in einer anderen Welt und manchmal gar wie in einer anderen Zeit.

Wir haben die große Insel Java und einen seiner zahlreichen Vulkane, den Bromo, hinter uns gelassen und uns der Touristenattraktion Nr. 1 von Indonesien zugewendet: Bali.

Nach 13 Stunden Fahrt sind wir spät abends, gegen 23 Uhr, erschöpft im kulturellen Herzen Balis, der Stadt Ubud, angekommen und hatten so unsere Schwierigkeiten ein Zimmer für die Nacht zu finden. Die Agus Pension hat uns dann doch noch freundlich aufgenommen und wir haben uns ein Zimmer mit Rückentöter-Betten zu dritt geteilt.

Bali - Statuen mit Blumen in den Ohren Continue reading: Bali

Wenn es eine Sache in Indonesien gibt, die mir auf die Nerven geht, dann sind das die schier endlosen Fahrten mit dem Minibus. Obwohl es keinen Stau gibt und man sicher mit 60 km/h über die gewundenen Straßen holpert, zieht sich eine Überlandfahrt auf Java – Indonesien – immer extrem in die Länge. Die Fahrt von Yogyakarta, der Studenten- und Künstlerstadt bis zum Vulkan Bromo ist so ein Beispiel. Zwischen den beiden Punkten liegen gerade einmal 380 km Landstraße und selbst ohne die 3,5 Stunden Verspätung wäre es ein Monstertrip gewesen. So waren wir geschlagene 14 Stunden unterwegs und unser Tag entwickelte sich zu einer nicht enden wollenden Geduldsprobe, die wir gegen Mitternacht endlich bestanden hatten. Auch wenn es rechnerisch unmöglich scheint, ist es wirklich so geschehen. Wie, warum und wo die Zeit dann geblieben ist bleibt ein Mysterium Indonesiens.

Pferdeführer, um zum Aussichtspunkt zu gelangen Continue reading: Im Bann des Vulkans Bromo, Indonesien

Einreise nach Indonesien

Schon die Einreise nach Indonesien war etwas anders. Zum einen ist es etwas komplizierter als sonst in Asien, zum anderen sind Grenzüberquerungen per Boot eher selten. Mit unserem frisch beantragten indonesischen Visum kamen wir also per Fähre in Tarakan (Borneo, Indonesien) an. Tarakan ist eine der Städte Asiens, die noch nicht viele europäische Touristen gesehen haben. So hat sich hier auch noch kein touristen(un)freundliches, englischsprachiges Empfangskomitee von Taxi-Fahrern und Hotel-Schleppern installiert. Wir waren also endlich mal wieder nur auf uns selber gestellt, fast ein kleines Abenteuer.

Das Zimmer, das wir letztlich gefunden hatten war dann auch, der Atmosphäre der Stadt entsprechend, dreckig und herunterkommen und das Essen konnte nicht mehr als satt machen. Zum Glück haben wir am Flughafen von Tarakan, beinahe zum Internetpreis  (790.000 Ringgit pro Person), einen Lion-Air-Flug für den nächsten Tag nach Jakarta bekommen, wo wir uns mit Marias Schwester Sonia getroffen haben. Continue reading: Java – von Jakarta bis Jogjakarta

Was erwartet dich, wenn Du nach Malaysia reist? Was muss Du unbedingt gesehen haben? Mit diesem Artikel zeigen wir dir alles, was uns ganz besonders gefallen hat und auch, was wir leider nicht sehen konnten.

Menschen und Kultur Malaysias

Was Malaysia für uns zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht hat sind seine Bewohner, die ganz unterschiedlichen Kulturen angehören: Muslime, Chinesen, Inder und viele andere kleinere ethnische Gruppen. Diese Mischung spiegelt sich natürlich auch in Kleidung, Monumenten, Sprache, Musik und der Gastronomie wider. Wir haben in unserem Artikel „One Malaysia“ detailliert darüber geschrieben.

Etwas anderes, dass Malaysia zu einem außergewöhnlichen Land macht, ist seine Natur. Auf beiden Seiten der Halbinsel gibt es kleine Inseln mit wundervollen Traumstränden. Aber, da unsere Schuhe noch voll von Thailands weißem Sand waren, haben wir uns auf etwas ganz anderes besonders gefreut. Etwas, dass wir noch nicht in dieser Form gesehen hatten: tropischer Regenwald! Hier herrschen bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über Temperaturen von 28°C – 30°C. Malaysias Wälder sind unglaublich dicht und beherbergen eine beeindruckende Tiervielfalt. In Malaysia war es, wo wir unsere erste giftige Schlange und die größte Blüte der Welt gesehen haben. Auch finden sich in den sumpfigen Flüssen Malaysias die größten Krokodile der Welt: die menschenfressenden Salzwasser- oder Leistenkrokodile. Continue reading: Best of Malaysia

Valentinstag ist es doch immer wieder das Gleiche: die Dame hofft, der Herr vergisst. Da ist es egal, ob man im heimischen Deutschland ist, oder auf Reise im fernen Asien.

Continue reading: Valentinstag in Laos

Sipadan zählt zu den schönsten Tauchplätzen der Welt. Auf dieser Insel im Osten Malaysias, die Teil eines Naturschutzgebietes ist, kann man nicht übernachten. Aber ganz in der Nähe befindet sich die Insel Mabul, auf der es verschiedene Tauchzentren und Unterkünfte gibt. Willst Du wissen, ob Sipadan seinen Ruf verdient hat? Wir geben dir eine Antwort und dazu praktische Infos, um deinen eigenen Sipadantrip zu planen. Und wenn Du dann noch nicht genug hast, dann kann ich dir diesen Blogartikel empfehlen und auf Sipadan.com findest Du eine ganze Reihe praktischer Infos und atemberaubender professioneller Fotos und Videos.

Auf dem Meer nach Mabul-Island Continue reading: Taucherfahrung auf Sipadan – Paradies unter Wasser, Müllhalde an Land

Nachdem wir von Hong-Kong aus nicht zurück nach China konnten, mussten wir mit dem Flieger nach Indien einreisen und haben uns dann dort fast ganz und gar auf das Schienennetz aus der englischen Kolonialzeit verlassen. Hier ein paar Leckerbissen und Anekdoten. Dass es in Indien mehr Zug erfahren als Zug fahren heißt, habe ich ja schon in dem Artikel Zug fahren in Indien angedeutet. Auch Antje Blinda von Spiegel Online fand einige unserer Geschichten so besonders, dass Sie uns ein paar Seiten in Ihrem neuen Buch „Sorry wir haben uns verfahren“ gewidmet hat.

Continue reading: Indische Zugerfahrungen

Nach Hightech-Singapur befinden wir uns nun wieder in Malaysia, diesmal im Staat Sarawak auf der von Dschungel überwucherten Insel Borneo.

Lemanak Fluss im Dschungel Malaysias

Wir wollten unbedingt etwas von den diversen dort vertretenen Ethnien kennenlernen. Die angsteinflößendste von allen sind die Iban, die Kopfjäger Borneos. Es gehörte zu ihrer Tradition, ihre Feinde oder auch die Mitglieder der benachbarten Stämme zu köpfen, die Köpfe zu räuchern und mit dieser Trophäe ihr Haus zu dekorieren. Machen sie das immer noch? Selbstverständlich ist es heute vom Staat verboten, aber gesichert ist, dass noch bis in die zweite Hälfte des 20ten Jahrhunderts hinein Köpfe gejagt wurden. Und wer weiß schon, was sich in den abgelegenen Ecken des wilden Urwalds wirklich abspielt. Continue reading: Ein Wochenende mit Kopfjägern, den Iban

Als standardmäßig alternativer Durchschnittsbackpacker sollte man Singapur eigentlich so schnell wie möglich verlassen. Schließlich ist man ja auf der Suche nach Kultur, Freiheit und Authentizität und reist nicht bis nach Asien, um auch hier wieder nur Kommerz zu finden.

Aircon-City Singapur

Tatsächlich macht mir Singapur ein wenig Angst. Es ist wie eine real gewordene Zukunftsvision aus einem Sience-Fiction Roman der 70er Jahre. Alles ist sauber, fast steril. Die Menschen sind schick, gestresst und diszipliniert. Alles scheint anonym und funktional. Und über all dem wacht die Regierung und sorgt sich streng und liebevoll um die Perfektionierung der Perfektion. Continue reading: Aircon-City Singapur

Der Taman Negara ist etwa 130 Millionen Jahren alt. Einer der ältesten Regenwälder der Welt. Es ist auch der erste und, mit einer Fläche von 4343 Quadratkilometern, größte Nationalpark Malaysias. Wir beiden Abenteurer wanderten zwei Tage lang, ohne Führer, durch das dichte Grün und verbrachten eine Nacht in einem einsamen Unterschlupf, nur umgeben von Tieren und Pflanzen im Dschungel. Diese unglaubliche Entdeckungsreise hat uns das Wandern lieben gelernt und der Natur näher gebracht.

Continue reading: Unsere Expedition durch den Regenwald Malaysias: Taman Negara Nationalpark

Malaysia, das ist ein orientalisches Juwel mitten im Herzen Süd-Ost-Asiens. Dort bietet sich ein ungewohnter Anblick:  One Malaysiahübsche Asiatinnen mit farbenfrohen, brillantenbesetzten Kopftüchern und in passend schicke Tuniken gekleidet. Die Männer flitzen mit schwarzem Songkok auf dem Kopf und Moped unterm Hintern durch die Straßen. Auch die Ohren sind leicht verwirrt. Anstatt asiatischer Klänge hört man an jeder Ecke Musik, die sehr an Nordafrika erinnert. Und gleichzeitig findet man gleich neben den majestätischen Moscheen auch wundervolle chinesische und hinduistische Tempel. In jeder Stadt gibt es ein bebendes Chinatown und ein von Bollywood-Musik tönendes Viertel, das Littel India genannt wird. Auf den ersten Blick scheint es, als lebten all diese Kulturen harmonisch miteinander. Das Symbol für ein gemeinsames Malaysia ist eine große 1 mit der malaiischen Flagge. „One Malaysia“.

Continue reading: „One Malaysia“ – das perfekte Zusammenleben verschiedener Kulturen?

Bei Reisen im Süden Thailands stellt sich für jeden Reisenden die gleiche Frage: „Welcher Strand ist der beste?“ Obwohl wir viele der bekanntesten Inseln gesehen haben, ist es schier unmöglich diese Frage abschließend zu beantworten. Wir versuchen es dennoch und geben euch eine kleine Übersicht. Continue reading: Thailands weiße Strände

Endlich gibt es mal wieder einen angenehmen Bericht von uns. Und wie angenehm!

Bei unserem zweiten Besuch in Thailand ging es in den Süden auf Thailands Inseln und dort sowohl ins als auch unters Wasser.

Mae hat Stand in Koh Tao, Thailand, das Taucher-Paradis

Was nun folgt, ist keine wohlgemeinte Empfehlung, sondern eine handfeste Aufforderung: Wenn es irgendwie geht, lern tauchen! Es ist eine verflucht noch mal großartige Erfahrung. Continue reading: Unter Wasser atmen – tauchen lernen in Thailand

Unmenschliches Verhalten

Menschliche Schädel Continue reading: Indochina, eine traumatische Vergangenheit: ein Fazit

Die Vergangenheit, die Laos, Kambodscha und Vietnam verbindet ist weitgehend bekannt. Aber vor Ort sein und diesen Horror sehen, in Museen, Dokumentationen oder auf den Straßen im Blick mancher älterer Menschen, das kann einem nicht gleichgültig sein. Für uns im fernen Westen ist es Vergangenheit, aber dort ist alles noch frisch.

Man kann nicht gerade sagen, dass es diese Länder leicht hatten. Zuerst die Kolonialisierung durch die Nachbarländer, dann die französische Herrschaft, die japanische Invasion und letztendlich der amerikanische Krieg (außerhalb Asiens als Vietnamkrieg bekannt). Und das schlimmste: viele Menschen leiden heute noch unter den Konsequenzen des Krieges.

‚Der amerikanische Krieg in Vietnam‘ oder ‚der Vietnamkrieg der Amerikaner‘

Ho Chi Minh MuseumHo Chi Minh mausoleum

Vietnam war für ca 80 Jahre lang Teil des französischen Kolonialimperiums gewesen, bevor Ho Chi Minh einen unabhängigen, kommunistischen Staat Vietnam errichtete. 1945 besetzte Frankreich den Süden erneut, welcher später vom kommunistischen Norden angegriffen wurde. Dies war zugleich ein Stellvertreter Krieg der Mächte des Kalten Krieges. Russland und China unterstützten Ho Chi Minh, die USA half den Franzosen. Trotzdem besiegt Ho Chi Minh die Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ. Die Genfer Konferenz teilt Vietnam 1954 in zwei Militärzonen und schlägt landesweite freie Wahlen in 2 Jahren vor. Statt dessen unterstützten die USA gefälschten Wahlen in Südvietnam, bei welchen der Marionetten-Präsident Ngô Đình Diệm eingesetzt wird. Diem regiert wie ein Diktator. Doch das Ausmaß der Ungerechtigkeiten wird im Westen erst sichtbar, als sich 1963 der Buddhistische Mönch Thích Quảng Đức in Saigon öffentlich selbst verbrennt um damit gegen Diem zu protestieren. Diem wird in der Folge entmachtet und ermordet.

Die Selbst-Verbrennung von Thich Quang Duc während dem Vietnam-Krieg Continue reading: Indochina, eine traumatische Vergangenheit, Teil 3: der Vietnam-Krieg